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Alexander der Grosse
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meinem Herzen. Und als zweiter Alexander ist Hephästiondurchs Leben gegangen. Kein Mißverständnis) hat ihr Ver-hältniß getrübt, nie hat er das Seine gesucht. Die anderenmakedonischen Großen wurden irre an dem König, als er überPerser persisch herrschen wollte, Hephästion blieb ihm treu, dieAnderen suchten Thaten, Ehre, Reichthümer, Genüsse für sich,Hephästion blieb an seiner Seite, das Alexander vergötterndeHeer empörte sich gegen ihn, als er persische Mannschaft zuKriegsehren heben wollte, Alexander stützte sich auf Hephästion.Was er dem Freunde durch Rath, Trost, Unterhaltung gewesenist, können wir nur zu errathen suchen; als aber die KrankheitHephästion von seiner Seite nahm, da ward für Alexanderder Becher des Schmerzes voll, und er suchte seinem Gefühldurch ein Leichenbegängniß genug zu thun, so glänzend, daß wirverstummen müssen vor der Frage, welche höhere Ehren fürdes Königs eigenes Begräbniß noch übrig blieben. Wer so denFreund hoch zu halten weiß, der ist des Freundes werth; welch'ein Schatz aber der Freund ist, das wird keines anderen Lippeaussprechen.

Wie gern wüßte man Näheres über Alexanders Verhältnißzu den Perlen der Dichtung, Wissenschaft und Kunst, mit denenihm Griechenland entgegentrat; aber wir haben keine GeschichteAlexanders, sondern nur Auszüge aus einer solchen; viel sagtuns seine Liebe zu Aristoteles, der ihn zum Urgrund derWissenschaft hingeführt hatte, viel auch, daß er nur von einemApelles gemalt, nur von Lysippus in Erz gegossen sein wollte,und die Milde, mit der er einmal über das andere das auf-sässige Athen als das Saatfeld und die Stammahne allesGroßen und Herrlichen behandelte, zeigt, wie hoch ihm dieidealen Güter des Lebens über der realen Welt standen. Errepräsentirt das bessere Theil beider Eltern, bleibt des VatersVöllerei und Trunksucht ebenso fern, als dem leidenschaftlichen

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