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Haß und der Grausamkeit der Mutter. Königlich war seineHaltung ebenso wie Beider, er wußte auch bei Tafel zu repräsen-tiern und durch ihre Freuden den makedonischen Adel an sichzu fesseln: ihm selber war es wesentlich um die gesellige Unter-haltung zu thun. An der Mutter hing er mit großer Liebe undwar entschlossen, ihr Los zu theilen, als Philipp sie verstieß,um sich mit einer schönen Makedonierin zu vermählen. Unddoch hatte er schon unter des Vaters Augen bei Chäroueaseine Sporen verdient und wußte, daß er, der Mutter folgend,Reich und Ruhm in die Schanze schlage, aber er zweifeltekeinen Augenblick; da traf Philipp der Mörderdolch und stellteMakedonien vor die Frage, wer ihm auf dem Throne folgensolle. Daß der erst wenige Monate alte Sohn der Kleopatra,Philipps zweiter Gemahlin, den Stürmen der Zeit nicht ge-wachsen sei, lag am Tage, dennoch strebte im ersten Augenblickdie Familie für ihn, ja es streckte noch ein zweites Fürsten-geschlecht, die Lynkestier, die Hand nach der Krone ans; aberdie Vernünftigen erkannten schnell, daß allein bei dem ältestenSohn, dem achtzehnjährigen Alexander, Rettung sei, und eilten,ihn auf den Thron seiner Väter zu setzen.
Damit schließt Alexanders Jugend und beginnt die Zeitseines selbständigen Handelns 336—323. Sie scheidet sich indrei sehr verschiedene Zeiträume. Zuerst sechs Jahre frischen,freudigen Vorwärtsstrebens von 336-—331. Es folgen den-selben drei Jahre der Opposition des makedonischen Adels,330—328, unablässiger, passiver Widerstand im Fortgange derEroberung, verbunden mit den Nadelstichen des Sarkasmnsund Hohnes, die Alexander das Leben verleideten und durchfortwährende Reizungen ihn empfänglich machten für die Um-nebelung seines Sinnes durch Wein, dann endlich, nach Klitns'Ermordung, eine Zeit des verzweifelten Vorwärtsdrängens,das über neuen Thaten den Vorwnrf des Gewissens zu ver-