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(u)L.ADCHS.SESS5AASSiebende Tugend=Eeder.Charitas in Pauperes.Lieb gegen die Armen.Jese Mütterliche Lieb und Freygebigkeit unserer GnädigstenErtz=Hertzogin gegen die Dörfftige zu entwerffen / hab ich denfreygebigen Adler in der Lufft fliegend seinen nit ohne Mühe undArbeit erhaschten Raub den anderen unter ihm schwebenden Vö-gelen mittheilend abgebildet / mit diesen Worten: Hoc habeo,quodcunque dedi. Das hab / was ich geben hab. Hier möchte ich wün-schen / daß an meinem Platz redeten / die so wohl sonst verborgene Hauß-als offent-liche Gassen=Armen / welchen Sie mit eigenen / oder durch frembde Händ reicheAllmosen mitgetheilt. Weilen sie aber schweigen / so schawet nur unsereGnädigste Ertz=Hertzogin als einen recht, Oestreichischen freygebigen Ad-ler / noch in Jhrer Jugend in der Favorita zu Wien im Fenster liegen / denen darun-ter stehenden / auß ihrem Gnädigstem Befehl den Rosenkrantz bettenden Armendie Allmosen hinunter werffen / auch so freygebig / daß da Sie an Platz eines Gro-schen ein stück Golt hinunter fallen lassen / die hierüber sorgfältige Kammer-Fräwl abgehalten / und den Armen zu lassen / was ihnen Gott bescheret / befoh-len