(Hoh) (20) 4%cken und Possen / welche in dem Mund eines Priesters / vielmehr Predigers einGrewel seynd / wie die HH. Vätter sagen; sondern in denen die Lastet ernstlichabgestrafft / die Tugend gepriesen wird / für allen zu lieben pflegte. So hertzlich,daß kein hungriger Magen so hoch die Entziehung der verlangten Speißen /als sie den Abgang deß Worts Gottes empfinden thäte. Solche Hochschä-tzung truge Sie gegen diese Speiß / daß Sie offt diese Wort hören lassen:daß ein wahrer Catholischer ohne Predig oder geistliche Lcher oder discursen eben so wenig in dem geistlichen der Seelen/als sterblichen Leibs-Leben ohne Leibs-Nahrung verharren könte.O wiewohl hat dißfals unsere Gnädigste Chur=Princessin nicht alleinmit den Christ=Catholischen HH. Vättern / sondern dem Heydnischen ApollonioThianæo eingeschlagen / welcher zu sagen pflegte: Oportet recte Philosophantesadveniente aurora cum Deo versari, procedente die de Deo loqui. Die wahrenPhilosophi oder Welt=Weisen sollen bey Auffgang der Morgenröth mit GOtthandlen / im fortgehenden Tag von GOtt reden: was der Philosophus befohlen /verrichtete im Werck; so offt die Gelegenheit das Wort Gottes in der Kirchenzu hören benommen ward / liesse sie ihren Cammer=Fräwlein die Predigen Forerivorlesen. O Eiffer zur himmlischen Seelen-Speiß! laß die schleckerhaffteViehische Menschen ihren Bauch mit irrdischen leiblichen Speisen anfüllen,unser Gott liebender Adler tracht nach den himmlischen und sagt:Cibo potiori.Die Seel am besten nehretDas Wort / so Christus lehret.
Sie-