wil nicht sagen / mit was Sorg Sie sich ihrem lieben Schutz=Engel täglich befeh-len thäte: ich wil fürüber gehen / was sonderliche Zuversicht Sie zu dem H. wun-derthaͤtigen Antonio von Padua getragen habe; wie offt sie ihre verlohrneSachen durch ihn wieder begehrt und erlanget; wie sie jährlich die 9. Dien-stäg mit täglicher Beicht und Communion zu dessen Ehren gehalten. Einen ein-tzigen Ihr sonderlich angenehmen hertzliebsten Patronen S. Francilcum Xaveriumden Indianer Apostel kan ich nicht fürbey gehen / denselben hat Sie noch einKind von 10. Jahren / da zu Wien an den Kinder=Blattern gefährlich darniederlage / zu ihrem Fürsprecher erwehlet / auch alsobald von denselben befreyet miteiner silbernen Ampel zu Lintz in Ober=Oestreich bey dessen Altar danckbahrlichbeschencket / so beständig biß in den Todt verehret / daß sie täglich seine Litaneyund andere Gebetter gesprochen / jährlich die Vigili seines Fests mit enthaltung vonFleisch / den Fest=Tag mit andächtiger Beicht und Communion; die Octav mitzwey oder dreymahliger Predig und Musicalischen Litanien / mit außziehrungseiner Bildnus verehret; keine Edelgestein waren so köstlich / welche sienit zu verehrung dieses Heiligen gern hergeben. Was soll ich nun reden von der10. freytägiger Andacht / mit welcher sie ihn so beständig verehret / daß sie annochin derselben gestorben. Was vermelde ich von der grossen Zuversicht / welchesie zu Xaverio getragen? so groß ware dieselbe / daß sie in ihrer letzten Kranckheitrund herauß gesagt / daß sie deß H. Xaverii mächtige Fürbit und Hülff allezeiterfahren; auch nicht daran zweiffelte / er werde Ihr biß zum letzten End trew-lich beystehen: so groß/ daß sie nicht ohne Zähren der Vmbstehenden Ihr offtdiese Wort fürlesen lassen: Lucrare, Lucrare, gewin doch / gewin doch auchXaveri diese dir anvertrawte gelobte Seel: Stehe mir bey/ helfim Leben und Sterben, damit ich wohl hinscheide, welcher du sovielen unzahlbahren im Leben und Todt geholffen hast. Befeh-le mich OH. Vatter, befehle mich deinem gecreutzigstem Jesuund Mariä; zu welchen du seufftzend gestorben bist. So groß istIhr Vertrawen gewesen / daß sie sein Heiligthumb / wie der Adler den Adlersteinniemahl verlassen; Tag und Nacht bey sich / auch in der Kranckheit auff derBrust tragen / offt küssen und mit demselben bewaffnet sicher entschlaffen wol-len/ und also wahr machen/ was vom Adler wird gesagt:His munita quiescit.Dem Adlerstein der Adler trawt,Ein Christ auff Gottes Heiligen bawt..
Druckschrift
Aquila Grandis Magnarum Alarum, Plena plumis & varietate, Ezech. 17. V. 3, Poenens in arduis nidum suum, Job 39. V. 28, Hoc est, Serenissima Princeps Electoralis, Maria Anna Iosepha, Archidux Austriae, Comes Tyrolis, &c : Avgvstissimorvm Parentvm, Ferdinandi III. Et Eleonorae Mantuanae Grandium Aquilarum, grandis Filia ... Ioannis Wilhelmi Iosephi, Lectissima conjux ... ; In soLo DoMIno IesV plè & sVaViter VIennae In AVstrIa reqVIesCens ; In triduanis Exequiis Ad magnificum Cenotaphium in templo aulico PP. Societatis Iesv Düsseldorpii Funebri Panegyri repraesentata
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