Druckschrift 
Aquila Grandis Magnarum Alarum, Plena plumis & varietate, Ezech. 17. V. 3, Poenens in arduis nidum suum, Job 39. V. 28, Hoc est, Serenissima Princeps Electoralis, Maria Anna Iosepha, Archidux Austriae, Comes Tyrolis, &c : Avgvstissimorvm Parentvm, Ferdinandi III. Et Eleonorae Mantuanae Grandium Aquilarum, grandis Filia ... Ioannis Wilhelmi Iosephi, Lectissima conjux ... ; In soLo DoMIno IesV plè & sVaViter VIennae In AVstrIa reqVIesCens ; In triduanis Exequiis Ad magnificum Cenotaphium in templo aulico PP. Societatis Iesv Düsseldorpii Funebri Panegyri repraesentata
Entstehung
Seite
12
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—verbittert fürkommen / so verfügt Sie sich zu der / die schön wie der Mond / zu derseligsten Jungfraw Maria. Zu dieser lieffe Sie in aller Betrübnuß, wie einKind zum Schoß seiner Mutter. Es mogten andere in diesem unbeflecktenHimmels=Liecht einen Flecken oder Mackel der Empfängnuß sehen; Sie hatniemahl einigen gestehen wollen; Ihre unbefleckte Empfängnuß mit täglichemOfficio oder Tag=Zeiten verehret. Es mögen andere ein Abschewen tragen vondem unter dem Creutz stehendem und in Schmertzen-Wolcken erblichenem MondMaria: diß war ihre Frewd / daß sie diese Mutter deß Schmertzens betrachte-te / mit 7. Sambstägiger Beicht und Communion jährlich verehrete. Es mögenandere sich für sicher gnug schätzen deß ewigen Heyls / wann sie in der Bruder-schafft deß Rosenkrantz eingeschrieben; das Scapulier tragen / etwas wenigs zudiesem Intent täglich betten: Nicht allein ist unsere Ertz=Hertzogin einge-schrieben gewesen / nicht allein das Scapulier immer am Halß getragen; nitallein kleine Gebettlein / sondern alle Wercktag den Rosenkrantz / Litaneyen undandere Gebetter; alle Sonn- und Feyrtag das grosse Ampt von derselben abge-lesen. Dieses so hellscheinenden lieblichen Monds Angesicht Ihr holdseligund gnädig zu machen / hat sie ihre Kirchen / Capellen / Altär und Bilder mitSilber und Gold / Leuchtern und Ampelen / mit gülden und silberen Kleide-ren/ Neßgewand verzieret. Dieses redet und wird reden unter anderen dieLauretanische Capell zu Billich, welche von Ihr erbawet / fundiert / mit ver-ordnung einer täglichen Messen zu ewigen Zeiten / schönem Fürhang und Meß-gewand verzieret ist. Zu dieses Monds Angesicht hat sie sich / wie im Leben /also auch im Todt selbst gekehrt / da sie deß Ablaß deß Rosenkrantz durch eineGeneral Absolution sich hat theilhafftig machen wollen. So wohl erkente Siewahr zu seyn / was Salvator Carducius schreibt:Tutior aspectus Lunae prae fulgure Solis.Wann schröcket Gottes Angesicht /So troͤſt Mariä Zuverſicht.

Die