XI
genug übersehen sind, mit Klarheit zu erkennenwissen. Um nur Eines Beispiels zu erwähnen, soist der häufig in Gesellschaft des Ritters Ludoll III.(f 1341) vorkommende Knappe Hermann Beselerspäter der Vormund seiner Kinder, welche die Stifterder bekannten maltzahnschen Linien geworden sind.
Die Behandlung der Urkunden hat sich nachden jetzt als richtig anerkannten Grundsätzen fürdie Herausgabe solcher Monumente gerichtet; esist nichts unberücksichtigt gelassen, was zur Erkennt-niss des Inhalts und der Form beitragen konnte.Etwas Neues ist in dieser Sammlung hinzugekom-men, nämlich die Accentuirung der plattdeut-schen Urkunden. Bekanntlich ist in mittelhoch-deutschen Dichtungen die Accentuirung längst herr-schend geworden; dort ist sie leichter, weil einereiche Litteratur mit unzählbaren Reimen vorliegt.Bei der niederdeutschen Sprache ist sie viel wag-licher, eben weil es an einer dichterischen Litteraturfehlt. Und doch ist die Accentuirung hier längstBedürfniss gewesen. Es ist in diesem Werke nurein Versuch damit gemacht, die gedehnten Sylbenzur Unterscheidung von ähnlichen kurzen Sylbenmit einem Dache zu bezeichnen, z. B. en und en,sit und sit, dön und (don), min und min; oftist ein Dach nur angewandt, um die Lesung zuerleichtern und zu sichern, wie z. B. bei stän,gän, hüs, gesehen, bref. Dieses Verfahren