GRAFEN ZU ISENBURG.
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Nachrichten: Heinrich hinterliess drei Söhne: G erlach, L udwig und E ber-hard . Letzterer starb ohne männliche Erben, Gerlach aber gründetedie Nieder-Isenburgische und Ludwig die Ober-Isenburgische oder Bii-dingisehe Linie. Erslere Linie erlosch 30. März 1664 mit Ernst, demSohne Salentins. Von den Nachkommen Ludwigs, des Stifters der Ober-Isenburgischen Linie, hinterliess D ietrich den Grafen L udwig , dessenSöhne, P hilipp und J ohann , zwei Linien stifteten, Ersterer die Kelster-bachsche, 1601 mit Heinrich erloschene Linie, Letzterer die Birslein-sche Linie. Aus dieser Linie gründeten zwei Urenkel Johanns, die SöhneWolfgang Emsts: W olfgang H einrich , gest. 1635, und J ohann E rnst,gest. 1685, zwei Linien: Ersterer die Offenbach-Birsteinsche, Letztererdie Büdingische Hauptlinie. Die OHenbach-Birsteinsche Ilaupllinie (heiltesich anfangs in die Aeste zu Odenbach und Birstein. Ersterer erlosch1718 mit dem Stifter Johann Philipp und Olfenbach fiel an Birstein.Die Ilirsteinsche Linie breitete sich durch zwei Söhne des W ilhelm M o-ritz , gest. 1711, abermals in zwei Aeste aus. Der ältere Sohn, W olf-gang E rnst , gest. 1754, stiftete den Hauplast zu Odenbach und Bir-slein und erhielt 1744 die reichsfürstliche Würde, der jüngere Sohn,W ilhelm M oritz , gest. 1772, gründete den Nebenast zu Philippseich.— Die Büdingische Hauptlinie breitete sich durch des Stifters JohannErnst vier Söhne in vier Aeste aus. Der ältere Sohn, J ohann C asimir,pdanzte den Ast zu Büdingen, welcher neuerlich die fürstliche Würdeerhallen hat; der zweite Sohn, F erdinand M aximilian I., den Ast zuWächtersbach; der dritte Sohn, J ohann A lbrecht , den Ast zu Meerholz,und der jüngere Sohn, C arl A ugust , den mit dem Stifter 1725 erlosche-nen Ast zu Marienhorn.
Von der eben gegebenen Uebersicht der verschiedenen Linien derFamilie weichen bis zu Wolfgarig Heinrich und Johann Ernst die An-gaben neuerer Schriftsteller etwas ab, weshalb und da durch diese An-gaben auch Nachricht über mehrere früher erloschene, bisher nicht an-geführte Linien erlheilt wird, dieselben wohl nicht zu übergeben sind.Nacb dem genealogischen Staatshandbuche (67. Jahrg. p. 536) warenG erlac.h 111. und B runo I., Nachkommen des um 1145 verstorbenen Ger-lach I., die Stifter zweier Hauptlinien, in welchen bald mehrere Un-terlinien entstanden. Bruno I., Stifter der jüngeren Ilaupllinie, hattedie Grafschaft Wied erheirathet. Die Sühne desselben gründeten zweiSpeciallinien: der ältere, B runo IL, die Isenburg-Braunsbergische oderWiedische, welche 1462 erlosch, worauf Wied durch Verheirathung andie Dynasten v. Runkel kam, der jüngere, D ietrich der Aeltere, dieNieder-Isenburgische oder Grenzausche Speciallinie, welche 1664 mitdem Grafen Ernst erlosch. — Die ältere, von Gerlach III. abstammendeHauptlinie hatte sich in drei Speciallinien verbreitet. Von diesen er-losch die älteste oder Rövereische zuerst, dann 1408 die jüngste oderLimburgische, und nur die mittlere oder Arenfelsische blühte im jün-geren Aste dauernd fort. Der Urheber derselben, L udwig der Aeltere,gest. 1360, erheirathete mit Hedwig, Erbtochter des letzten Dynastenv. Büdingen, die Wetterausche reichsunmittelbare Herrschaft Büdingen,
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