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1 (1852) A - K
Entstehung
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GRAFEN V. HERBERSTEIN.

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Wolf, im 2. und 5. das Castcll und den Balkon, und im 3. und 6. Felde das Ross-kummet.— Eine neuere Abbildung stellt auf den rechten,Helm ein goldenes Pferde-kummet, auf welchem eine Krone stellt, aus der fünf rothe, nach aussen gekehrteHahnenfedern hervorkommen.

Uraltes steiermärkisches Geschlecht, welches gegen Ende des 15.Jahrhunderts aus Steiermark nach Oesterreich gekommen ist und sichdann auch in Böhmen und Schlesien weit verbreitet hat. Bas seil dem17. Jahrhundert wieder im Besitze der Familie sich befindende gleich-namige Stammschloss liegt int Grätzer Kreise unweit llardhcrg (Hartperg)am Feistrilzflusse auf einem hohen Felsvorsprunge und ist ringsum dichtvon hohen Bergen umgeben. Nach aller Sage soll das HerbersteinsclieGeschlecht unter den Ilerulern entsprossen und mit diesem Volke unterdem König Odoacer um das Jahr 475 nach Isterreich und endlich nachSteiermark gekommen sein, wo dasselbe anfänglich zu Hartperg, endlichaber auf dem Schlosse zu Ilerberstein lange sesshaft war und von die-sem Schlosse wohl den Namen annahm. Nach Siegmund Freiherrn v.Ilerberstein, welcher, nächst v. Lewenfels, der wichtigste Schriftstellerüber dieses Geschlecht durch das sehr seltene Werk: „Siegmund Frei-herr v. Ilerberstein den gegenwärtigen und nachkommenden Freiherrenzu Ilerberstein, Seines Thuens, Diensten und Reisen. Wien, 15G0" ist,hat Ott v. Ilarperg das Schloss Herberstain 1290 von Ulrich Roseggergekauft, und man findet nicht, wie dieses Schloss aus der Iland derIlarperge in die der Ilerbersteine gekommen ist. Daraus haben Einigeannehmen wollen, dass die Ilerbersteine zuvor den Namen Ilarperg ge-führt hätten; doch findet der genannte Schriftsteller sich dieses Kaufeswegen nicht veranlasst, auf diese Meinung einzugehen, und es ist ihmwahrscheinlicher, dass die Herhersteine, als sie von ihrem Sitze ab- undnach Ilarperg gekommen, den Namen Ilarperg angenommen, denselbenaber wieder abgelegt haben, als das Schloss Ilerberstein wieder in Be-sitz der Familie kam. — Einer von sieben Brüdern Herberstein soll955 unter Kaiser Otto I. dem Grossen am Riesenkampfe mit den Ungarnauf dem Lechfclde Theil genommen haben; Anselm wurde I1G5 aufdem Turniere zu Zürich zum Hilter geschlagen, und Wolfram kommturkundlich 1190 vor. — Hie ordentliche Slammrcihe beginnt Bucelinimit dem Ritler Otto von und zu Herberstein, welcher mit Maria ElisabethHerrin von Maetz (?) vermählt gewesen und 1260 auf der Stammvestegestorben sein soll. Später hat man den angegebenen Namen der Ge-mahlin Otlo's allgemein für richtig gehalten, und doch giebt SiegmundFreiherr v. Ilerberstein wörtlich an: „Otto halte zur Gattin Maeza, wes-sen Geschlechts aber ist unbekannt". Hie Nachkommen der Enkel Otlo's:Andreas und Georg — Söhne Ottos III. — theilten sich in mehrereLinien, Aeste und Zweige. Die von Andreas stammende ältere Haupt-linie zerfiel in neun Linien und die jüngere von Georg entsprosseneHauptlinie in zwei Linien, von welchen letzleren die ältere drei Aesteergab. Das Genealogische Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser(1836. p. 237) irrt offenbar, indem es die Hauptlinien verwechselt.Otto's III. älterer Sohn war Andreas und der jüngere Georg; so mussle