Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
348
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Wappen: Schild der Länge nach und zweimal quergetheilt, also 61'eldrig,mit Mittelschild. Im rothen Mittelschild ein silberner Sparren; ursprünglich eineweisse Pflugschleife, auf welcher man den Pflug zum Acker und wieder zu Hausebrachte. 1 und 6 der Länge nach getheilt; rechts in Roth ein goldenes Castell,oder ein oben dreimal gczinnter Thurm mit zwei länglichen Fensteröffnungen nebeneinander und einer gewölbten Thüröffnung; links ebenfalls in Roth ein silbernerQuerbalken. 2 und 3 in schwarzem, durchaus mit gohlenen kleinen gestürztenHerzen bestreutem Felde ein nach der rechten Seite springender Wolf. Die Zahlder Herzen ist verschieden: es finden sich deren 9, 11, 13. — 4 und 5 in Rothein schräglinks gelegtes goldenes Ross- oder Pferdekummet. Den Schild deckenfünf gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt einen orientalischen goldenen Spilz-hut mit silbernem Uebcrschlage und oben mit einem Busch von rothen, nach aussenwehenden Hahnenfedern besetzt. Aus dem zweiten Helme wächst ein gekrönter,bärtiger König in einem silbernen Harnisch, doch mit entblösstem Gesicht undHänden empor, welcher in der Rechten ein Schwert, in der Linken vier goldeneScepter aufrechthält. Der mittlere trägt einen wachsenden römischen Kaiser mitstarkem Barte im vollen Krönungsornate: derselbe trägt auf dem Haupte die Kai-serkrone, über die Achseln hängt ein langer rother Mantel und in der Rechtenhält derselbe den Scepter, in der Linken den Reichsapfel. Aus dem vierten Helmewächst in rother russischer Tracht ein bärtiger Mann empor. Er trägt eine rothe,mit Marder aufgeschlagene Mütze, das Kleid hat einen weissen Kragen und wirdvon einer silbernen Leibbinde gehalten, und in der Rechten hält derselbe dreiPfeile aufwärts, einen Säbel aber niederwärts beim Gefäss und eine über der ge-schlossenen Hand liegende Peitsche, in der Linken dagegen gegen sich gekehrteinen Bogen. Der linke Helm endlich trägt einen aufsteigenden, bis an die hintereHälfte des Leibes zu sehenden silbernen Wolf mit ausgestreckter rother Zunge,hinter welchem ein, die Sachsen einwärtskehrender, schwarzer, mit goldenen Her-zen bestreuter Adlersflügel steht. Die sämmtlichen Helmdeeken sind silbern undroth. — In Bezug auf die Einrichtung des Schildes kommen manche Verschieden-heiten vor. Nach einigen Angaben findet sich der Wolf im 1. und 4., das Castellund der Querbalken im 2. und 3. Felde; ja Spener sah im 1. und 4. Felde den

348 GRAFEN V. IIERnERSTEIN.

Grafen v. Herfoerstcin.

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Besitz: die Majorats-Herrschaflen Herbcrstein, Neuberg und Eggenberg in Steiermark, undGrafenort in der Grafschaft Gtalz; die Herrschaft Oppatowitz in Mähren.