GRAFEN V. 1). GOLTZ.
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grosser Herrschaften, namentlich der Grafschaft Golczewo, welche letztere1162 an seinen zweiten Sohn Johann liel, welcher sich nach derselbenGraf Golczewo nannte. Die Nachkommen desselben nannten sich GrafenGolczewo so lange, bis in Polen das Gesetz gegeben wurde, dass alleRitterstände gleich sein sollten, worauf der Grafentitel wegblieb. Reieiner Gülerverlbcilung im Jahre 1369 trennte sich die Familie in zweiLinien: in die schwarze oder Clausdorfsche, und in die weisseoder H einrich sdo rfsche. Erstere blieb in Polen bis zu den Theilun-gen des Landes, leLzlere wendete sich schon früh ins Brandenburgische.
In Oeslerreich kommt die Familie zuerst am Schlüsse des 16.Jahrhunderts vor und Reinhard v. d. Goltz wurde 1617 unter dieniederöslerreichischen Stande aufgenommen. Maximilian Martin, welchereben so, wie der zuerst nach Oeslerreich gekommene Günther v. d.Goltz, schon als Freiherr aufgeführt wird, war Kaiser Ferdinands 111.Feldzeugmeister und ist als Held des 30jährigen Krieges bekannt. Vomdritten Decennium des vorigen Jahrhunderts an kommen die Glieder derösterreichischen Linie als Grafen vor, und mit Ernst Ignaz Johann Nepo-muk Graf v. d. Goltz erlosch gegen das Ende des 18. Jahrhunderts dieseüslerr. und katholische Linie. -
König Ludwig XIV. von Frankreich erhob 1666, nach Anderen1671 die ganze Familie der Verdienste wegen, welche Joachim Rüdigerv. d. Goltz sich um die Krone Frankreich erworben hatte, in den Frei-herrenstanef, wobei das Wappen dahin abgeändert wurde, dass der inder linken Hälfte des Schildes sonst in Roth stehende goldene Sparrenin Blau zu stehen kam und von drei goldenen Lilien begleitet wurde.Der Freiherrenstand der Familie wurde vom Kurfürsten Friedrich III. zuBrandenburg 7. Nov. 1691 anerkannt.
Der erwähnte Joachim Rüdiger Freiherr v. d. Goltz stammle ausdem Hause Glausdorf. Aus französischen Diensten trat derselbe 1654als Oberst in hrandenburgische, wurde später General und 1661 Gou-verneur von Berlin. 1665 ging derselbe in dänische Dienste und 1680in die des Kurfürsten Johann Georg III. v. Sachsen, welcher ihn zumGeneralfeldmarschall erhob. Als solcher commandirte er die sächsischeArmee hei dem Entsatz Wiens und starb noch im Jahre 1683.
Im Königreich I'reussen hat sich im Militair- und Civildiensle einesehr grosse Reihe von Gliedern dieser Familie ausgezeichnet und ist zuden höchsten Würden gelangt. —
Die Erhebungen der Familie in den preußischen Grafensland sindfolgende :
aus der Clausdorfer Linie wurden 19. Sept. 1786 August Stanis-laus v. d. Goltz, k. poln. General-Lieutenant, Starosl von Graudenz undGrone, und dessen Bruder Garl Friedrich, kursächs. Oberst;
aus der Heinrichsdorfer Linie 19. Nov. 1786 Henning Bernhardv . d. Goltz, k. preuss. Oberst, Flügel-Adjutant und Gesandter in Paris,und dessen Vetter Garl Alexander, k. preuss. Obersllientenanl und Flü-gel - Adjutant;
und aus dem Hause Sorllaken, einer Nebenlinie der Heinrichs-