Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
276
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270 GRAFEN V. D. GOLTZ.

Grafen v. d. Goltz.

(ßoongclifd). $Jreuj?en.

Besitz: Lautensee, Czaiczc, Tlukum etc. etc.

Wappen der Linie Clausdorf und Sortlaken: Schild mit goldenem Händeund der Länge nach getheilt; rechts in Silber eine rollte, weiss ausgefugleMauer mit 4 Zinnen, auf deren beiden hinteren mit den Ilintcrpranken ein rechtssehender goldener Löwe mit hochaufgeschlagenem Schweife steht, welcher in denemporgehobenen Vorderpranken einen goldenen Ring trägt, links in Blau ein gol-dener Sparren, von drei goldenen Lilien, oben zwei, unten eine, begleitet. DenSchild deckt die Grafenkrone und über derselben erheben sich 3 gekrönte Helme.Auf dem rechten Helme steht der Löwe der oberen rechten Schildhälfte. Aus demmittleren Helme mit einer Grafenkrone wachsen zwei geharnischte Arme hervor;die linke Hand hält einen goldenen Schlüssel, den Hart nach oben und links, unddie rechte Hand ein Schwert, so dass Schlüssel und Schwert ius Andreaskreuz ge-legt sind; auf dem linken aber wächst ein roth gekleidetes Frauenzimmer empor,der die Arme abgehauen und drei Spillen in den Kopf geschlagen sind. Statt derDecken ein Hermelinmantel. Den Schild halten zwei geharnischte Männer, welchein der freien Hand eine Partisane halten, und zu deren Füssen sich militärischeTrophäen und Armaturen finden.

Wappen der Linie Heinrichsdorf: runder, mit blauem Rande versehenerSchild der Länge nach gelheilt, mit Mittelschild, welches mit einer Grafenkronebedeckt ist und in Silber den preuss. schwarzen Adler mit Scepter und Reichs-apfel zeigt. In der rechten Hälfte des Schildes hat die Mauer nur drei Zinnenund zwischen der zweiten und dritten Zinne und hinter der dritten wächst derobenbeschriebene Löwe hervor. Der goldene Sparren in der linken Schildhälfteist etwas abgekürzt. Der rechte und linke Helm wie angegeben; der mittlere trägtstatt der geharnischten Arme mit Schlüssel und Schwert den preuss. schwarzenAdler. Die Helmdecken sind rolli und silbern. Die Schildhalter, wie erwähnt; dieZahl der militärischen Trophäen und Armaturen grösser.

Sehr altes, jetzt preussisches Geschlecht, welches von der uraltenrheinischen Familie v. Dienheim abgeleitet wird und sich aus Polen nachOeslerreich, den Marken und Pommern gewendet und weit ausgebreitethat. Andreas Graf v. Dienheim kam 1123, nach Wissgrill 1113, nachPolen und stieg bis zum obersten Feldherrn des Königs Boleslaw III.(Boleslaw Kriwusti). Durch die Vermählung mit der Erbloehtcr desreichen Landrichters zu Gostyn, Johann Prawda, kam derselbe in Besitz