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1 (1852) A - K
Entstehung
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GRAFEN V. GNEISENAÜ.

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und als Vater desselben: Conrad aufgeführt, welcher in der Mitte des16. Jahrhunderts sich in Oesterreich niedergelassen hatte. Von JohannsSöhnen starb Eberhard 1680 nach einem sehr bewegten Leben alsCardinal, Wiguläus aber pflanzte das Geschlecht fort und der Sohn desLetzleren: Johann Baptist, gest. 1722, früher k. k. Kammerrath, späterKammerpräsident in Schlesien und k. lt. wirklicher Geh. Rath wurde1705 in den Reichsgrafenstand erhoben. Der Sohn desselben gleichenNamens wurde 1725 auch böhmischer Graf und starb als k. lt. wirltl.Geh. Rath und Landeshauptmann des Fürslenthums Liegnitz mit Hinter-lassung zweier Söhne, mit denen später diese gräfliche Linie wiederausgegangen zu sein scheint.

Als Stifter des Zweiges: Neidhardt v. Gneisenau wird vom Frei-herrn v. Hoheneck (III. p. 443.) Jacob Neidhardt genannt, welcher sichim Erzherzogthum Oesterreich oh der Ens niedergelassen, nachdem erum die Mitte des 16. Jahrhunderls das Schloss und Landgut Gneisenauan sich gebracht halte. Der genannte Schriftsteller schreibt den Fami-liennamen: Neidthart und das Schloss und Gut: Gneissenau, gieht auchneben mehreren für die Familie interessanten Nachweisen, welche neuereSchriftsteller übersehen haben, aus seinem reichhaltigen Archiv die Copieeines Monuments, welches zwei Schwestern: Barbara und Susanna Neidt-hartin 1582 zur Ehre ihrer Familie, mit Angabe ihrer 64 Ahnen, er-richten liessen. Jacobs Enkel, Hans Wolf, hinterliess Schloss undGut Gneisenau seiner Schwester Ursula, verm. mit Wolf Märck v. Ilai-menhofen, und Freiherr v. Hoheneck führt die Nachkommen derselbenunter dem Namen:Märck v. Haimenhofen, Edle Herren v. Gneissenaugenannt" auf. Jacobs männliche Nachkommen erloschen in Oberöster-reich, nach v. Hohenecks Angaben, im zweiten und dritten Gliede.

Von den nach Cur- und Liefland gekommenen Gliedern der FamilieNeidhardt bekleideten mehrere Nachkommen höhere Militairwürden inder k. russ. Armee und dem ehemaligen Commandern - eines Infanterie-corps, Generallieutenant und Generaladjulanl v. Neidhardt wurden vomKaiser von Russland im Januar 1836 die in der Wojewodschaft Masoviengelegenen sehr bedeutenden Güter Baldrzychow und Prawenczyce erb-und eigenthümlich verliehen.

Die jetzigen Grafen Neidhardt v. Gneisenau stammen ab von AugustWilhelm Anton Grafen Neidhardt v. Gneisenau, dem bekannten Helden,welcher die Befreiungskriege verherrlichte. Nach Mittheilungen, welcheder Redaction des preuss. Adels-Lexicpns auserster Hand " zugekom-men, sind die im Nekrolog der Deutschen für 1831 den berühmtenVerstorbenen betreffenden Nachrichten in Beziehung auf die Jugendge-schichte desselben, welche auch in das Pantheon des k. preuss. Heeresund in andere Werke übergegangen sind, ungegründet und der Familiesoll nichts davon bekannt sein, dass des Feldmarschalls Vater, welcherspäter königl. Bauinspeclor war, als Hauptmann in k. k. öslerr. Dien-sten gestanden und als solcher in des Sohnes Geburtsorte: Schildau impreuss. Herzogthum Sachsen, 1760 im Winterquartiere gestanden habe.Leider ergiebl aber die genannte Quelle nichts Näheres über die Ab-