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GRAFEN V. IHinCKHGIM-MONTMARTIN.
ledern, silbern, rotli, silbern, rotli, silbern, der miniere Helm einen schwarzen aus-gebreiteten Adler, und der linke einen die Sachsen einwärtskehrenden rothen Ad-lersllügel, welcher mit einem silbernen Querballten belegt ist. Die Helmdeckensind rechts golden und rotli, links silbern und rotli. Den Schild halten zwei aus-wärtssehende goldene Löwen. Sonach lässt sich wohl annehmen, dass zum voll-ständigen Wappen der Grafen v. Diirckhcim-Montmartin, ausser diesen drei Helmen,noch ein vierter, der angegebene Dürckheimsche, gehört, welcher am passendstenwohl die Stelle des zweiten Helmes einnehmen dürfte.
Sehr altes rheinlän'disches, vormals der ober- und niederrheinischenRitterschaft einverleibtes Geschlecht, welches, da dasselbe von der StadtTürckheim in der unteren Pfalz den Namen haben soll, sonst Türckheimgeschrieben wurde, wodurch diese Familie leicht mit anderen diesesNamens verwechselt werden kann. Conrad v. Türckheim erhielt 1243das Bisthum Worms, starb aber schon nach 30 Tagen. Humbrachtführt das Geschlecht unter dem Namen: Türckheim, genannt Alheim undEckbrecht, auf und beginnt die ordentliche Stammreihe mit Alheim Eck-brecht v. Türckheim. Hie Nachkommenschaft des älteren Sohnes gleichesNamens erlosch im 16. Jahrhundert, während die des jüngeren SohnesCuno Alheim Eckbrecht v. Türckheim dauernd fortblühte. Von Cunostammte Heinrich Eckbrechl v. Türckheim, welcher 1457 als Ritter derGesellschaft des II. Geistes im Wasgau vorkommt. Heinrichs Enkel Cuno,kurpfälz. Amtmann und Burggraf zu Alzei, gest. 1555, hinterliess einenSohn, welcher ebenfalls Cuno hiess und kurpfälz. Oberjägermeister war:Von Letzterem stammte Hans Wolf, pfalzgr. Hofmeister, gest. 1636,welcher zwei Söhne hinterliess. Der jüngere derselben, Johann Hein-rich, f. hess. General, starb im Anfange des 18. Jahrhunderts ohneNachkommen; der ältere aber, Wolf Friedrich, Herr auf Schöneck undFroschweiler, kurpfälz. Oberst, gest. 1698, hinterliess einen Sohn, WolfFriedrich Heinrich, welcher als k. franz. Hauptmann aufgeführt wird.
Die Grafenwürde kam in der Person des k. Geh. Raths und herz,würtlemb. Ministers Carl Ludwig Freiherrn v. Dürckheim in die Familie.Derselbe wurde als k. Reichshofrath 3. Sept. 1764 vom Kaiser Franz I.in den Reichsgrafenstand erhoben, erhielt durch die Vermählung mit derTochter des herz, württemb. Ministers Grafen v. Montmartin, als 1778mit Letzterem dieses aus der Normandie stammende Geschlecht in dergräflichen Linie im Mannesstamme erlosch, vermöge testamentarischerVerfügung die Rittergüter Thürnhofen und Kainberg und nahm hieraufden Beinamen Monimarlin an. Seit dieser Zeit schreibt sich die Familie:Eckbrecht v. Dürckheim-Montmartin.
Von dem Sohne des Grafen Carl Ludwig: Graf Carl Friedrich Jo-hann , geh. 15. Nov. 1770, gest. 1. Aug. 1S36, verm. mit AmalieFreiin Eckbrecht v. Dürckheim, geh. tl. Febr. 1775, gest. 17. Nov.1845, stammen nachstehende jetztlebende Glieder der Familie ab:
Graf Georg Friedrich Wilhelm ALFRED, geb. 11. Aug. 1794, k. b.Kämmerer und Obersthofmeister I. M. der Königin Therese, verm. 3. Juni1821 mit Sophie Alberline Dorothea Eleonore Prinzessin v. Oettiiigen-Wallerstein, geb. 27. Aug. 1797. Söhne: Carl , geh. 21. Febr. 1822,k. b. KammerjiiHker, verm. 1849 mit Alexandrine Gräfin v. Toll; Fried-