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1 (1852) A - K
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GRAFEN UND BURGGRAFEN ZU DORNA.

Grafen und Burggrafen zu Dohna.

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Besitz: die Majornts-HeiTschaRcn Lauck, Rciclierlswalde, Sclilopilten, Pröckelwilz, Sclilodienund Carwinden, welche 10. Sepl. 1840 zur Grafschaft Dohna erhoben worden sind;die HerrschaR Finkenslcin; die HerrschaR Wesselshöfen und die I.indeaauschenGüter in der Provinz Preussen. Die Herrschaft Tirschliegel im GrossherzogthuniPosen; die HerrschaR Kolzenau, die Parchauer Güter, die Herrschaft Malmitz unddie Kunzendorfer Güter in Schlesien, und die Mönauer Güter in der Oberlausitz etc.

Wappen: im blauen Schilde zwei im Andreaskreuz über einander gelegtesilberne Hirschgeweihe. Ucber die Zahl der Enden und die Stellung derselben lin-den sich sehr verschiedene Angaben. Acltere, der Beachtung werlhe Abbildungenzeigen meist, bis auf die Stenersehe, fünf Enden und zwar so, wie oben, gestellt.Spener giebt ein silbernes Hirschgeweih an, dessen Stangen, jede von sechs Enden,oben drei und zur Seite eben so viel, von einander gelrennt, unten in Form einesAndreaskreuzes über einander, die rechte zu oherst, gelegt sind, oben aber ihre, ge-wöhnliche Stellung wieder annehmen. Die erste Abbildung im Siebmacher zeigl intSchilde sechs, auf dem Helme fünf Enden. Das dänische Wappenbuch giebt sie-ben und das Wappenbuch der preussischen Monarchie eben so viele an. Ausdein gekrönten Helm wächst eine goldengekrönte Jungfrau mit fliegenden Haarenzwischen zwei silbernen Hirschgeweihen, welche dieselbe mit den Händen umfussl.empor. Die Kleidung der Jungfrau ist von Blau und Silber quadrirt, doch nehmeneinige ältere Schriftsteller auch eine ganz blaue Kleidung an. Die Hclmdeckeusind blau und silbern. Nach der ersten und zweiten Abbildung in den Supple-menten zum Siebmacher und nach dem Wappenbuche der durchlauchtigen Weltkommt häufig eine goldene Einfassung des Schildes vor. In der zweiten Abbildungin den erwähnten Supplementen hallen den Schild zwei Engel. Der rechtsstehendeist blau, der linksstehende weiss gekleidet, und die Leibbinden zeigen gewechselteTincturen.

Uraltes, berühmtes, weit verbreitetes, gliederreiches und grossenGrundbesitz innehabendes Geschlecht, welches aus Languedoc von denGrafen v. Urpach stammen soll. Aloisius v. Urpach kam, nach gewöhn-licher Annahme, im Jahre 806 aus Languedoc nach Deutschland, standKaiser Carl dem Grossen treu und tapfer gegen die Sachsen hei undwurde mit dem hei Pirna gelegenen Schlosse Dohna an der Mtiglilz be-schenkt, um die Grenzen gegen die Wenden und Böhmen zu beschützen.Diesem Auftrage war derselbe so nachgekommen, dass Kaiser Ludwig