GRAFEN V. COLLORF.nO.
I 63
Grafen v. CoIIorcdo.
Äatljolifd). ©cllcrtctd).
Besitz: Walpersdorf und Imbach in Nieder-Oesterrcich, die Herrschaft SierendoiT, Stanz elr.
Wappen der Bernhardinischen Linie: im schwarzen Schild ein silbernerQuerbalken. Ueber der Grafenkrone erbeben sich drei gekrönte Helme. Aus demrechten Helme wächst ein aufspringendes schwarzes wildes Schwein mit ausgeschla-gener Zunge einwärtsgekehrt auf; der mittlere Helm trägt einen die Sachsen rechts-kehrenden, geschlossenen Adlersllug, welcher mit eitlem silbernen Querbalken be-legt ist, und der linke Helm einen wachsenden Jüngling in langem weissen Kleidemit einer von weissen und rollten Bändern wechselsweise geflochtenen Stirnbinde,deren Enden auswärts fliegen, und einer rollten Leibbinde. Die Arme sind zurHälfte bloss und der Jüngling hält in der Rechten drei in ein Kreuz gelegte Pfeileund in der Linken aufrecht einen goldenen Bogen. Die Helmdecken sind schwärzund silbern.
Wie beschrieben, giebt Wissgrill das Wappen der älteren, von Bernhard Herrnv. Colloredo abstammenden Hauptlinie an und erwähnt dabei, dass dasselbe vonallen zu dieser Linie gehörenden Aesten immer beibehalten worden sei.
Die Weickardische Linie führt nach Wissgrill den nämlichen schwarzen, miteinem silbernen Querbalken in der Mitte durchzogenen Schild und unterscheidetsich nur dadurch, dass der silberne Querbalken mit einem gekrönten zweiköpfigenschwarzen Adler belegt ist.
Der grössere Wappenschild der Weickardischen Linie ist nach demselbenSchriftsteller folgender : quadrirter Schild mit Mittelschild. Mittelschild : in Schwarzein silberner Querbalken, welcher mit einem schwarzen zweiköpfigen gekrönten Ad-ler mit ausgebreiteten Flügeln belegt ist. 1 und 4 in Schwarz ein silberner Quer-balken; 2 und 3 in Silber ein schwarzer, eckig gezogener, schrägrechter Balken.Auf dem Schild erheben sich fünf gekrönte Helme. Aus dem rechten Helme wächstein einwärtsgekehrtes schwarzes wildes Schwein mit ausgeschlagcner rother Zunge;auf dem zweiten Helme siebt ein geschlossener doppelter, die Sachsen einwärts-kehrender schwarzer, mit einem silbernen Querbalken belegter Adlersllug; auf demmittleren ein rechtssehender gekrönter schwarzer Adler mit ausgebreiteten Flügeln,dessen Brust und der untere Tlieil der Flügel mit einem silbernen Querbalken be-legt sind; aus dem vierten Helme wächst ein Mohr in langer weisser Kleidung em-por, welcher um die Stirne eine Binde von weissen und rothen in einander gefloch-tenen Bändern, deren Enden nach auswärts fliegen, und um den Leib eine rotheBinde trägt, in der rechten Hand drei silberne Pfeile aufrecht, in der linken abereinen goldenen Bogen halt; aus dem linken Helme wächst der Hals und Kopf eineseinwärtsschenden silbernen Bracken mit ausgeschlagcner rother Zunge heraus, des-sen Ohr mit einem schwarzen, eckig gezogenen schrägrechten Balken belegt ist.Die Helmdecken sind schwarz und silbern.
11 *