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GRAFEN ZU CASTFXL.
Castel, Graf zu Schelklingen und Berg, Herr zu Dischingen etc. — derEnkel des Grafen Ludwig Franz, gest. 21. Mai 1821, und der Sohndes Grafen Franz Joseph, geh. 17. Jan. 1767, gest. 24. April 1S45,k. württemb. Geh. Raths und Gesandten am k. russ. Ilofe, aus der Ehemit Maximiliane Prinzessin v. Waldburg-Zeil-Wurzach — geb. 5. Juli1802, und es leben ausser demselben nur eine Schwester und dreiTanten.
Die Besitzungen liegen, unter bayerischer Oberhoheit, im Unier- um! Oherinniukreise undenthalten 5 Marktflecken und 42 Dörfer; ausserdem Strudow und Woikenbetg in derNieder-Lausitz.
Den Häuptern der Familie kommt das Prädicat: „ Erlaucht" zu.
Wappen: von Roth und Silber quadrirt, ohne Riid. Auf dem Helnte einhoher, wie der Schild bezeichneter Hut, nur folgen hier die Farben: silbern, rotli,rollt, silbern. Die Stülpe ist rechts silbern, links roth. Der Hut ist mit einerKrone gekrönt, welche einen Pfauenschwanz trägt. Die Heimdecken sind roth undsilbern.
Eins der ältesten edlen Geschlechter Frankens, welches von denalten Herzogen zu Franken herkommen soll, was man unter Anderemauch durch das Wappen wahrscheinlich gemacht hat, da Roth undWeiss die Farben der allen Franken waren. Man hat seine Abkunftmit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Grafen Rudolph abgeleitet, des-sen Tochter, Fasträde, die vierte Gemahlin Kaiser Carl des Grossen ge-wesen ist. Der erweisliche Stammherr, Friedrich Dynast v. Castell,lebte um das Jahr 1087. Eines seiner Nachkommen, Friedrichs IL,Söhne theilten sich in zwei Linien, eine ältere und eine jüngere.Erstere erlosch 1325, in der jüngeren aber wurde der Stamm fortge-pflanzt. Georgs IL (starb 1597) Söhne theilten von Neuem; Godfriedstiftete die 1803 erloschene Linie zu Rüdenhausen, und Wolfgang ILdie zu Remlingen. Letztere, die sich wieder in zwei Aeste: Rem-
Grafen zu Castell.
(Euangclifd).
öajient.