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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
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Zweite Abtheilung.

sehe Erbmarschallamt bekleidete, sind mehrere Linien entsprossen,die sich nach verschiedenen Burgwarden des BrandenburgischenSprengeis Herren von Zerbst, Herren von Wiesenburg, Herren vonLoburg und Herren von Plaue schrieben *). Im Jahre 1264 be-zeugt Erzbischof Ruprecht von Magdeburg aus dem Geschlechle derEdlen von Querfurth, dass die Edlen Burchard und Wallher vonBarby, die er seine avuneuli, also seiner Mutter Brüder nennt, dieStadt Zerbst dem Herrn Richard von Zerbst, aus eben jenem Als-lebenschen Stamme, abgekauft habe **). Nach dieser Stadt nanntesich Burchard in späteren Urkunden zuweilen auch Herr vonZerbst ***).

Auch das Schloss Wiesenburg, welches, wie gesagt, ebenfallsBesitzer aus jener Alslebenschen Familie hatte, war an die Edlenvon Barby übergegangen f). Es ist aber nicht bekannt geworden,dass hiernach sich Mitglieder des Geschlechtes genannt haben.

§. 22. Die Edlen Herren von Meringen.

Ein neuer Zweig, nicht durch die längere Dauer seiner schonmit dem 14ten Jahrhundert aufhörenden Existenz, mehr aber durch

*) Märkische Forschungen I. 209.

**) Ropertus Magdeb. arebiep. in venditione civitatis castri terreScerwist et bonorum ibid. adjacentium facta viris nobilibus dnisde Barboy Burchardo et Walthero nostris avuneulis, dns Richardus deScerwist non immemor civitatis ejusdem. (Beckmann Anh. Hist.III. 264.)

***) Consules ciuitatis Tserwistensis ad voluntatem dni nostre ci-uitatis Tserwist Borchardi .... Testes Dns Borchardus de Tser-wist 1285. (Beckmann III. 2-32.) Gewöhnlich behält er jedochseinen Familiennamen bei: Nos magistri civitatis Tserwist .... Dominusnoster Burchardus de Barboy 1298 (ibid. III. 227.); Borchardus etWaltherus fratres dicti de Barboye .. . claustro sanetimon. civitatis no-stre Tzerwist vendidimus totam villam Stockeliz 1299. (ibid. III. 228,)

f) Heinricus nobilis de Barbey verspricht 1336 dem MarkgrafenLudwig mit seinem Schlosse Wiesenburg gegen jedermann und beson-ders gegen den Erzbischof von Magdeburg zu dienen. (Gercken c.d. I. 269.)