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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
Entstehung
Seite
88
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88 ZwelteAbtheilung.

Zu ihnen gehören viele ausgezeichnete, namentlich mehreremit hohen geistlichen Würden bekleidete Personen, z. B. Busso(1279, 1300) und Albrecht (1382, 1390), Erzbischöfe zu Magde-burg, Siegfried (1277), Bischof zu Hildesheim, Bruno (1284), Bi-schof zu Naumburg, Burchard (1367), Bischof zu Merseburg, Mein-hard (1298), Landhofmeister in Preussen u. a. m.

Am 19. Febr. 1496 starb in Bruno dem älteren der letztemännliche Sprosse des Querfurtschcn Namens, wenn auch nichtStammes, aus. Allein die Grafen von Mansfeld wurden, ungeachtetsie desselben Stammes waren, und mit den Querfurtern in Erbver-einigung standen, weil sie in den Lehnen nicht Gesammthänderwaren, von der Succession ausgeschlossen *).

§. 13. Die Edlen Herren von Arnstedt.

Wenn es in Beziehung auf den Plötzkeschen und den weit-verzweigten Querfurther Ast gelungen ist, einen Anschluss an den-selben Stamm, dem auch die Conradsburg-Valkensteinsche Dynastieentsprossen ist, mit Sicherheit darzuthun, so muss doch noch aufandere Geschlechter als solche hingewiesen werden, von denen dieStammgenossenschaft einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit ge-winnt. In den Vordergrund einer solchen Berechtigung treten dieEdlen von Arnstedt mit ihren vielnainigen Nachkommen.

Leider fehlt es uns vor der Hand noch an einem direkten Zeug-nisse für den Anschlusspunkt, den wir an den Conradsburgern selbstsuchen, wozu uns schon die Gleichheit des Wappens der Valken-steine und Arnsteine, wie wir oben bei Besprechung der Valken-steinschen Siegel bereits angedeutet haben, naheliegende Veranlas-sung giebt.

Dass es bei den älteren Conradsburgern noch grosse Lückengiebt, wer wollte dies verkennen? Wer war z. B. der Conrad,von welchem die Burg, die als ihr erster Slammsitz erscheint, den

*) v. Dreyhaupl Saalkreis I. 179.