Die Stammgenossen der Grafen von Valkenstein. 85
fehl, der zweite Sohn aber Burchard, Edler Herr von Schraplaugenannt *)• Dieser hat seiner Nachkommenschaft den Namen vonSchraplau vererbt. Aber auch Seitenverwandte nannten sich nachdiesem Schloss. So z. B. der im Jahre 1260 zum Erzbischof vonMagdeburg erwählte Ropertus 1257, als er noch Domdechant war *#).Nicht minder werden die oben 1273 als Söhne des Grafen Burchardvon Mansfeld bezeichneten Brüder 1298 also genannt: Gevehardusde Ouerenvorde et Borchardus de Scrapelowe. Auf ihren Siegelnaber, die beide das gespaltene Schild zeigen, mit dem halben Adlervorn und einer 7maligen Balkentheilung hinten, lesen wir: + S. Ge-vehardi de Ouerenvorde, und: + S'. Borghardi junioris de Oueren-vorde ***).
Dieser abwechselnde Gebrauch der Namen von Mansfeld, vonSchraplau und von Ouerfurt erschwert die genealogische Entwirrungsehr. Es ist auch dieser Schraplausche Zweig des jüngeren Mans-feldschen Stammes, ungeachtet er sehr bedeutende Personen auf-zuweisen hat, in den bisherigen Stammtafeln der Mansfelder wenigoder gar nicht berücksichtigt worden.
Als Söhne jenes ersten Burchard, Edlen von Schraplau, lernen
*) Burchardus de Schruplo nobilis 1267 Zeuge in einer Urkundedes Grafen Burchard von Mansfeld. (Mosers dipl. Belust. II. 10.)Burchardus Dei grac. Dominus de Schrapelo dilectus frater nostcr dns.Burchardus de Mansfelth . . . cum proprio figillo careamus presentemlitteram Burchardi fratris noslri comitis de Mansfelth, 1267 (ihid. II. 11.);Burchardus D. Gr. comes de Mansfelth ... Testes . . Burchardus fraternoster de Schrapelo et Gevehardus et Burchardus nostri filii 1273.(ihid. II. 15)
**) Ropertus de Schraplau comes de Mannsfeld decanus majoris eccl.Magdeburgensis in einer ungedrncklen Urkunde, an welcher ein Siegel,welches den heiligen Mauritius mit einem gespaltenen Schilde zeigt,vorn den halben Adler, hinten 5 mal halkenweise gelheilt.
***) Siegelzeichnungen auf der Kunslkammer, nach Originalen imProvinzial- Archive zu Magdeburg.