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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
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Zweite Abtheilung.

§. 8. Die Grafen von Hardeck und Rotz aus burg-gräflich Magdeburgischem Stamme.

Das unfern der Mährischen Gränze im Lande unter der Ensan der Teya gelegene Städtchen Hardeck war der Sitz einer Graf-schaft, nach welcher sich Familien sehr verschiedenen Stammes ge-nannt haben. Das Verhältniss, in welchem die Burggrafen vonMagdeburg Qucrfurtschen Stammes zu derselben gestanden haben,bedarf noch der Aufklärung, zu der hier ein Beilrag geliefert wer-den kann.

Wenn Francke in seinen Stammtafeln des Mansfeldschen Ge-schlechtes bereits den Burchard, welchen wir als den fünften inder Reihenfolge der Burggrafen von Magdeburg bezeichnet haben,einen Grafen von Hardeck nennt, so beruht dies jedenfalls auf einemIrrthum, der sich weiterhin aufklären wird.

Die ältesten bekannten Grafen von Hardeck gehören dem Stammeder Grafen von Pleyen an, deren ursprünglicher Sitz das SchlossPlayn oberhalb Reichenhall ist *). In den Brüdern Otto und Conrad,welche 1260 in dem Treffen bei Staatz gegen die Ungarn blieben,erlosch dieser Stamm, da sie, wenngleich vermählt, ohne Leibeserbenwaren. Die Gemahlin Conrads, Euphemia, geb. Gräfin von Olden-burg, vermählte sich wieder mit dem Grafen Albert von Görtz,demselben, welcher 1280 coines Albertus de Hardeke genannt wird;woraus folgt, dass ihm einAntheil an dieser Grafschaft durch seineGemahlin geworden ist. Ein Gleiches fand aber auch mit des an-dern Bruders Otto Wittwe Wilburgis, einer gebornen Gräfin von

*) In den Jahren 1190, 1200, 1207 nennt sich ein Conrad abwech-selnd Graf von Piayen und Grat von Hardeck. (Wissgrill IV. 97.)Dessen Sohn und Enkel lernen wir kennen: 1247. Chunradus conies dePlayn cum filiis nostris com. Ollone ac Chunrado (ibd. p. 102); 1249actum in Hardek: Chunradus D. gr. comes de Playn . . consensu filiorumnostrorum Ottonis et Chunradi comitum (ibid. p. 101.).