Die Stammgenossen der Grafen von Valkenstein. 43
nealogischen Dingen so wohlunterrichteten Annalfeta Saxo genanntwerden *).
Die fast allgemeine, auch in dem nunmehr ermittelten Aginovon Kaklinge sich bestätigende Sitte des Ilten und 12ten Jahrhun-derts, dem erstgeborenen Enkel den Namen des Grossvaters väter-licher Seits zu ertheilen, eröffnet uns eine Aussicht, dieser Regelfolgend auch die bisher unerforscht gebliebenen Namen und Per-sonen der beiden Söhne Agino's, von denen die Conradsburgischeimd Kakelingische Linie des gemeinsamen Stammes herrühren, fest-zustellen. Da nun Egino's ältester Sohn Burchard und Alvcrich'sältester Sohn Bernhard hiess, so würden dieselben Namen, dieserRegel nach, auch die zu suchenden Söhne des Agino von Kaklingegehabt haben. Und in der That, linden wir zwei Personen dieserNamen, die zu einer Zeit und in Verhältnissen lebten, welche einesolche Annahme wohl zu unterstützen vermögen. In dem Lisgaunämlich, in welchem Gittelde liegt, und zu welchem wir auch Du-derstadt rechnen dürfen**), haben nach einander Graf Burchard965 ***) und Graf Bernhard im Jahre 974 f) das Comitat gehabt,die wir um so lieber für die beiden gemulhmassten Söhne Agino'shalten, als das Stift Quedlinburg es war, dem die Gegend um Du-derstadt in dem erwähnten Jahre geschenkt wurde.
*) Egeno de Conradesburch et Alvericus de Kakchnge patrueleserant. (Annal. Saxo ap. Pertz VIII. 754.) Dass die Tabelle des HausesPlötzke bei v. Raumer (Hist. Charten und Stammtafeln No. X.) denAlverich v, Kakelinge um zwei Generationen zu tief rückt, indem erihn zum Vetter Egenos des Zweiten statt des Ersten macht, hat Schau-mann (S. 118), hierin mit Wohlbrück übereinstimmend bereitsgezeigt.
*"*) v. Wersebe Gaue. S. 28.
***) Villa Getlide in comitatu Lisgo cui Burchardus comes praccssevidetur 965. (Lünig Reichsarchiv 16. Bd. 2. Abth. S. 9.)
f) Duderstedi in comitatu Bernhardi comitis. 974. 13. Mai. (Erathp. 16.)