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rathsbrief verzichtete sie auf ihren väterlichen und brüder-lichen Antheil an der Wertheimer Erbschaft und ver-sprach darüber einen besondern Verzichtbrief auszu-stellen, wie auch geschah 441 '). Da aber die eidlicheund gerichtliche Bestätigung desselben nicht erfolgte,so erhob 1536 das Schwarzenbergische Haus seineErbansprüche auf '/ 72 der Grafschaft, und verfolgtedieselbe in Processen vor mehreren Gerichten, ohnedass, so lange Michael III. lebte, eine endliche Ent-scheidung der Sache erfolgte 45 ).
In gleicher Weise trat auch Margaretha, Georg's II.Tochter, welche an Graf Heinrich von Nieder-Isenburgverheirathet war (1533) und später Barbara, derenStiefschwester, welche an den Grafen Georg vonIsenburg-Büdingen (1552) vermählt wurde, mit Erb-ansprüchen auf, letztere aber erst nach dem Todeihres Bruders des Grafen Michael III 46 ).
Graf Michael verlohte sich im 19. Jahre (Frank-furt den 28. August 1548) mit des Grafen Ludwig zuSlollberg-Königstein Tochter Katharina. Sie erhielt8000 Gulden Aussteuer: die Widerlage betrug eben-soviel und die Morgengabe 2000 Gulden. Die ganzeSumme von 18,000 Gulden wurde ihr als Wittumzugesichert 47 ): welche Summe aber schon im nächsten
44h)W. U. B. n. CCXVII.
45) Processacten im grafl. Wertlieim. u. im gräfl.Isenburg-BüdingischenArchiv. Vergl. Pütter Rev. Libell S. 62 fl.
46) Process-Acten in den beiden (Rot. 45) genannten Archiven. DieHeiratiisbriefe der Gräfinen Margaretha und Barbara von 1533 u.1552. W. U. B. n. CCXXIII u. CCXXXII.
47) W. U. B. n. CCXXVIII.