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Rudolf ein treuer Anhänger desselben und es ist dahererklärlich, dass er nichts von dem Gegenkönig - Karl IV.wissen wollte, selbst als Ludwig gestorben war. Umdem Luxemburgischen Hause einen Gegenkönig in derPerson des Grafen Günther von Schwarzburg entge-genzustellen, halten sich Glieder des Wittelsbachi-schen Hauses mit dem Erzbischol'e Heinrich von Mainzund der Stadt Nürnberg verbunden: diesem Bündnissetraten (18. Juni 1348) die Bischöfe von Bamberg undWürzburg, die beiden Burggrafen Johann und Albrechtvon Nürnberg, die Grafen Rudolf von Wertheim, Ger-hard von Rieneck, Ludwig und Friedrich von Oenin-gen und einige Hohenlohische Herren bei 71 ).
Als aber die Wittelsbacher sich mit Karl IV. ver-söhnt halten und Günther von Schwarzburg gestorbenwar, zögerte auch der Graf Rudolf von Wertheimnicht, dem Kaiser, der nunmehr allgemein in Deutsch-land anerkannt wurde, sich zuzuwenden. Ja wir fin-den ihn bald häufig in seiner Untergebung und derGraf von Wertheim wurde ein so treuer Anhängerdes Luxemburgischen Hauses als er vorher dem Wit-telsbachischen ergeben war. Als Kaiser Karl IV. baldnach seiner Aussöhnung mit den Wittelsbachern inFranken einen gemeinen Landfrieden errichtete, wer-den als Rathgeber und Theilnehmer daran (auf demTag zu Nürnberg 4. Oct, 1349) genannt: die Bischöfevon Bamberg, Würzburg und Eichstet, die Pfalzgra-fen Rudolf und Ruprecht, die Burggrafen Johann undAlbrecht von Nürnberg, die Brüder Ulrich und Johann
71) Regest Boic. VIII. 135.