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Mcklcnburgischc Linie.
Tage 1614 mußten die Brüder Jürgen und Sidert v.Oertzcn auf Clauödorf und Gorow dein Herzoge gegenbürgliche Verschreibnng 10,000 Thaler leihen und an dem-selben Tage 1615 mußten Jaspar und Sivert d. OertzenVater und Sohn auf Roggow und Gorow für den Herzoggegen Abcl v. Blome, Heinrich's v. Blome zu ObbendorfWittwe, für 10,600 Thaler mit in Bürgschaft treten.
Jaspar II. v. Oertzen ward sehr alt, blieb aber rüstigund klar. Am 6. Juni 1615 versammelte er zu Wiömarnm sich seine Familie, um in Betrachtung „seines hohenAlters" und seiner nahen Sterbestunde seinen letzten Willenzu bereden. Es waren ihm schon seine Frau und seine jüngsteTochter Agathe und deren Mann Curt v. d. Lühe ans Vogel-fang, so wie drei Schwiegersöhne, Otto v. d. Lühe, Otto v.Bnchwald und Valentin v. Plesscn, in die Ewigkeit vorange-gangen. Auf diesem Familientage beredete er mit seinen bei-den Söhnen Jürgen und Sivert, daß diese seinen noch lebenden Töchtern Emereutia, Elisabeth, Anna, Jngebnrg und Abel,so wie seiner verstorbenen Tochter Agathe nachgelassenen Kin-dern im nächsten Antonii-Termine nach seinem Tode jedemTheile 7000 Gulden, im Ganzen also 42,000 Gulden, mitvollen Jahreszinsen als väterliches nnd mütterliches Erbe,außer ihrer schon empfangenen Aussteuer nnd Brantschatz,baar auszahlen oder genugsam versichern, sie selbst aber alleseine Lehen und Güter mit allen Baarschaften, Hansgeräthen,Inventarien, Korn, Vieh und Fahrniß, wie solches alles zuselbiger Zeit vorhanden sein werde, für sich behalten, dagegenaber auch alle Rechtshändcl, Schulden und Bürgschaften anssich nehmen sollten, jedoch alle künftigen Erbaufälle von väter-licher oder mütterlicher Seite anSbeschieden. Daneben hatteJaspar v. Oertzcn nur noch eines ans dem Herzen, daß seineSöhne für sich allein, ohne der Töchter Zuthu», einer Mar-garethe Krosscn in Kröpelin und ihren Kindern alles das aus-richten sollten, was er diesen für seinen Todesfall aussetzenwürde; wahrscheinlich waren diese seine natürlichen Kinder.Alle Kinder versprachen an Eides statt und durch Na-menLnuterschrift, die Wünsche ihres Vaters zu erfüllen,