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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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Jüngeres Hans Helpte. 265

belehnt documentircn'). Der Vermuthung entsprechend wirdder Ort an der Müritz mitunter Alt-Marin genannt; esdürfte also von dort aus die Feldmark in der ehemaligengroßen Holzung westwärts von Penzlin in Cultur genommenund namentlich dementsprechend benannt sein. Doch habendie Fälle, wo dies Neu-Marin genannt wird, allerlei Bc-denklichkeiten an sich.

Im Machtbereiche der v. Holstein belegen, ist es schonüber 100 Jahre früher als das im Süden nur durch eineFeldmark (Rumpshagen bezw. Mollenstorf) von ihm ge-trennte Ankershagen an jenes Geschlecht gekommen. 1306erhielten sie 20 Hufen daselbst; man muß annehmen, daßder Rest von unbekannter, doch Wohl etwa gleicher Größeden v. Morin gehört habe. Zu Ansgang des 14. Jahr-hunderts^) kam eine Linie der v. Blücher aus dem Pom-merschen Daberkow auf unbekannte Weise in Genuß des-jenigen Theiles von Marin, welcher mit dem benachbartenAve zusammen, selbst Theilen der Stadtfeldmark Penzlin,ein gesondertes Dasein neben dem v. Holstein'schen Antheilführt. Wie sich nun alles weiter entwickelt hat, läßtsich bei der eigenthümlichen Zerrissenheit der Verhältnisseund auch der schriftlichen Ueberreste auf lange Zeit hinausnicht genauer bestimmen. Nur das ist noch von Interesse,daß bis 1721 drei Hufen des Ortes nach Kittendorf gehörthaben, dann durch Verkauf zu dem v. Holstein'schen Antheilegekommen sind.

Dies Geschlecht hatte es um 1700 soweit gebracht, daßdie Feldmark Märin fast ganz in seinen Händen vereinigt war.Dann trat das Angebot der aus Rußland mit großem Ver-mögen kommenden v. Lefort's dazwischen, an welche von

h Eine von der Comthurei Nemerow noch lange nach der Refor-mation zu leistende Salz-Abgabe hängt unzweifelhaft damit zusammen.^ Ueber Verwandtschaft mit den bei Güstrow seßhaften v. Köln's f.Bd. V., S. 107. Vgl. auch Wigger, v. Blücher I. L.. S. 138 ff., undI. L., S. 304.

°) Ein 1786 (laut Kittendorfer Inventar v. I.) noch an Ort undStelle befindlicher Original-Lehnbrief von 1469 für Otto (v.) Stutebeweist die Aehnlichkeit der Besitzverhältnisse mit denen von Ankers-hagen. Auch ein sonst nicht bekannter Lehnbrief von 1485 für Ewaldv. Blücher existirte noch 1786 zu Marin.