Jüngeres Haus Helpte. 57
bürg; hier hat er ziemlich die ganze Zeit seiner zweitenEhe zugebracht. Zwei Söhne sind aus ihr entsprossen,welche beide im Preußischen Militär dienten und von denenAdam Christoph sich im ersten Schlesischen Kriege aus-zeichnete. Mit seinen drei Töchtern ging die Nachkommen-schaft der Margarete Juliane v. Oertzen zu Ende. — IhreVorgängerin, geb. v. Bornemann, soll eine Reihe Kinderzur Welt gebracht haben; der sicher darunter befindliche,also spätestens um 1700 geborene') Henning Augustv. Barner, den späteren Gatten von seiner Stiefmutter,geb. v. Oertzen, Schwester Sabine Marie G 593). Dieseist sicher 1669 geboren und zweifellos um vielleicht mancheJahre älter als ihre demnächstige „Schwiegermutter"; alsoein äußerst merkwürdiges Bild von durcheinander gehenderVerwandtschaft. So stehen sie unter dem Helpter Erb-vcrtrag von 1715 verzeichnet; bald sollten ihre Wege sieweiter auseinander führen, indem die als Gattin jüngere,als Schwester ältere nach Pommerns ging, unsere Mar-garete Juliane 1719 Wittwe wurde. Beider Ablebenszeitist nicht bekannt; doch werden wir dasjenige der MargareteJuliane kaum später als 1730 setzen können, indem sie niemalswieder erwähnt wird. Möglicherweise hat sie sich mit ihrenSöhnen in irgend eine Stadt zurückgezogen, deren Erziehungsich widmend; denn Podewal ist bald zu dem v. Jasmund-schen Gute Trollenhagen angekauft worden, bot also denv. Barner's keinen Sitz mehr.
h Schon 1709 wird er testamentarisch von einer Verwandtenbedacht, nebst seiner Schwester, Agnes Magdalene, die 1705 geborensein soll, 1723 den Oekonomus Natorp zu Neubrandenburg ehelichte.
') Voddow bei Wolgast. Es sei bemerkt, daß namentlich nichtan Woddow in der Ukcrmark, bei Pasewalk, gedacht werden darf. DieLage von Wilsekow, dem v, Barner'schen Gut anderer Linie, könntefast dazu verführen.