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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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56 Stargardische Linie.

Tochter Margarete v. Barner hatte augenscheinlich gleich-falls keine Geschwister, und so gerieth sie mit ihrem Batcr-druder Joachim in Zwist. Derselbe scheint Wöpkcndorf,Granzow u- s. w. geerbt und keine Lust gehabt zu haben,seiner verwaisten Nichte eine Entschädigung daraus zukommenzu lassen. — Nach Erstreitung von Kuksdorf, das erst da-durch selbständig wurde, gerieth sie bald wieder in gericht-liche Weiterungen, welche ihren erst feindlichen Zusammen-stoß, dann die Familien-Verbindung mit Henning v. Oertzenauf Hclpte, Lübbersdorf und Gnewitz im Gefolge hatten.

Mit dessen Tode (1705) bricht der Proceß um einehypothekarische Forderung aus letztgedachtcm fast mit Kuks-dorf gränzendem Gute ab. Ob überhaupt vorher schon dieAnnäherung zwischen seiner Tochter Margarete Julianeund dem jungen v. Barner stattgefunden habe? — dasverdient eine Erwägung. Als ältester der v. Barner'schenSöhne geht eben Georg (Jürgen) Christoph; außer ihmsollen noch 3 Brüder') vorhanden gewesen sein. Mit etwa40 Jahren dürften diese alle in's 18. Jahrhundert einge-treten sein; ihre Aeltern starben gewiß in dessen Beginn.— Schon 1696 tritt Georg Christoph ganz selbständig auf.Indem er sein in Kuksdorf stehendes Erbtheil herauszog,nahm er Rosenow (auch Galenbek bei Stavenhagen) inPfand für etwa 6000 st., um es schon 1702 anscheinendmit fast 100 > Vortheil wieder zu verkaufen; es kam undblieb seitdem in Händen der v. Blücher. — Um 1696 wirdseine erste Vermählung fallen mit Agnes Eleonore (von?)Bornemann, aus einer damals sehr angesehenen, aber ihrerHerkunft und ihrem Zusammenhang nach ziemlich räthselhaftenFamilie. Diese soll 1710 gestorben sein; und nicht allzulange nachher muß nun v. Barner die Margarete Julianev. Oertzen heimgeführt haben, da er ja nur bis 1719 gelebt hat.Und zwar zu Podewal, gleich nördlich von Neubranden-

') Darunter Henning Erirst (den: später Kuksdorf zufiel), dessenNamen jedoch auf keine früheren Beziehungen zum Hause Helpte zudeuten brauchen. Henning ist entlehnt vom Großvater mütterlicherSeite, v. Plessen auf Herzberg. — Der jüngste Bruder Hans Heinricherwarb Knorrendorf zu Pfande und stand vielfach in geschäftlichenBeziehungen zu Bruder und Neffen von dem älteren Aste.'