Druckschrift 
3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
Entstehung
Seite
345
Einzelbild herunterladen
 

Jüngeres Haus Helpte

durch Verträge vom 24. und 28. März 1756 den v, Arnim-scheu Theil von Richard v. Aruim für 13,600 Thaler. Derletzte v. Sidowsche Theil wird im 18. Jahrhundert erkauftsein, da er später nicht vorkommt und die v. Oertzen endlichim Besitze des ganzen Gutes erscheinen. Der General v. Oertzenwird das Nebengnt Oerzendorf errichtet haben, welches 1749zuerst genannt wird. Der General Henning Ernst v. Oertzenhinterließ eine Wittwe und 2 Töchter, welche bei seinem Todeunmündig waren und noch lange unter Vormundschaft standen.Die ältere Tochter Johanna Louise ward an den Geheimen-Ober-Finanzrath, spätern Etats-Minister Freiherrn v. Hagenzu Berlin, aus der sächsischen Familie mit einer Schafschereund zwei Querbalken im gespaltenen Schilde, die jüngere Wil-helmine Marie an den Reichsgrafen v. Callcnberg verheirathet.Vermöge des Theilungs-Recesses vom I. 1768 erhielt diejüngere Tochter Wilhelmine Marie das Gut Golmitz für denWerth von 75,000 Thalern. Hicdurch kam das Gut Golmitzaus dem Besitze der Familie v. Oertzen. Noch im I. 1817besaßen die Erben der Gräfin v. Callenberg das Gut, überwelches jedoch ConcurS ansbrach; aus diesem Concnrse kauftees der im I. 1840 geadelte v. Neumann ans Hanseberg, vondem es ans freier Hand 1841 der Graf v. Arnim auf Boytzen-bnrg, später preußischer Staatöminister, kaufte, in dessen Be-sitze es noch jetzt ist; jedochgehören andere Güter nicht mehrdazu, da Klein-Sperrcnwalde längst in den Händen des v.Arnim auf Groß-Sperrenwalde war".

Klocksin.

Das Gut Klocksin war ein altes Lehn der Familie v.Listenfeld, war aber im 16. Jahrhundert in 3 Theile getheilt.Der Rittersitz gehörte den v. Listenfeld; sieben Hufen gehörtenden v. Havel, welche im 16. Jahrh, als Bürger in Neubran-denbnrg zu Ende gingen (vgl. Band II, S. 160 flgd.); einBaner und ein Kossäte gehörten der Kirche zu Friedland. AmI. April 1587 verpfändete Joachim v. Havel, Bürger zu Neu-brandenbnrg, seinen Besitz an Oswald v. Jhlenfeld, und am23. April 1575 hatte die Kirche zu Friedland ihren Antheil