320
Stargardische Linie.
burgischen Antheil au Leppin, und so kam endlich Leppinganz als Lehn an die Familie v. Oertzen.
Die Wittwe Sophie Agnese lebte noch lange und hielisich z. B. im I. 1761 in Schwedisch-Pommern auf. Siestarb am 7. Sept. 1772 zu Leppin.
Ungefähr seit dem I. 1770 war Victor Wilhelm v.Oertzen nach dem Anssterben der Linie v. Manteuffel auch inden vollständigen Besitz des Gutes Ratleh gekommen, answelches schon sein Großvater Georg Henning im I. 1090 dieExspectanz erhalten hatte, und erhielt nach vielen Streitigkeitendarauf im I. 1775 die Belehnnng (vgl. den folgenden Abschnitt).
Victor Wilhelm v. Oertzeu starb im Anfange des Jahresl78V als königlich preußischer Major und hinterließ seinenSöhnen die ganzen Güter Leppin, Ratteh und Lanbsdorf alsLehn.
Victor Wilhelm v. Oertzen hinterließ eine Wittwe und4 Söhne, welche am 18. Dec. 1780 einen Muthschein ansdie Lehngüter Leppin und Nattey erhielten. Am 13. Febr.1782 ward zu Leppin über die väterlichen Güter gekavelt: eserhielt hiernach der Rittmeister Hans Christoph das GutRatteh, der Rittmeister Christoph Heinrich das GutLanbsdorf, der Lieutenant Christian Carl Friedrich dasGut Leppiu mit der Meierei Kronsberg und der LieutcnaniErnst Philipp ein Geldkavel von 8000 Thalern. — Laubs-dorf ward im I. 1789 von Christoph Heinrich verkauft.
Am 16. März 1792 ward ein öffentliches Proclam wegeneines über Leppin zu errichtenden Hhpothekenbuches erlassen.Christian Carl Friedrich proclamirte dabei specificirt die Guts-schulden zu 69,275.» Thaler und darunter an erster Stelle dieForderung der „Majorin v. Oertzen zu Neu-Brandenburg"mit 15,008 Thaler. Christian Carl Friedrich v. Oertzen aufLeppin starb im I. 1817 ohne Lehnserben, und das Gut gingauf seines ältesten Bruders Sohn Victor Wilhelm AugustFriedrich Eugen, Klosterhauptmann, über, welcher am 12. Aug.1835 starb und Kinder und Lehnerben hinterließ. Von diesenward aber Johannis 1836 das Gut Leppin m. Z. an den da-maligen Justizrath, jetzigen meklenburg-schwerinschen Premier-