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3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
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Stargardische Linie.

von der aus Meklenburg stammenden Familie „v. Krnse vonVarchow", zu verheiratheu. Nach einiger Zeit wandte sichsein Auge mit Verehrung auf den großen Kurfürsten FriedrichWilhelm von Brandenburg und nahm in dessen Dienst dieStelle eines Regiments-Onartiermeisters. Er gab in demKriege gegen Schweden in Pommern bei der heftigen Be-lagerung von Stettin (kapitulirt 23. Dec. 1677) Beweiseseiner Tapferkeit. Nach zehnjährigem, sehr bewegtem Dienstehielt er es aber für angemessen, mit seiner jungen Frau einigeZeit in Ruhe zu leben. Er ging daher in seine Heimath, indas Land Stargard, zurück. In der Leichenrede wird gesagt,daß er „ans sein Landgut Lübbersdorf" zurückgegangen sei;aber damals hatte Georg Wilhelm sicher noch keinen Land-besitz, und Lübbersdorf war zu jener Zeit noch nicht im Be-sitze der v. Oertzen. Der Aufenthalt in Lübbersdorf läßt sichnur aus der Nachricht erklären, daß der „Rittmeister HenningKrnse", welcher mit Georg Wilhelm's Frau nahe verwandtgewesen sein wird, im I. 1663 einen bedeutenden Pfandantheilvon LübberSdorf für 10,000 Fl. gekauft hatte (vgl. oben VictorSigiSmund, Lübbersdorf, S. 298) und Oertzen mit seiner Fraunach einem Besitze ihrer Verwandten zog. Vielleicht ist derRittmeister v. Krnse, welcher ein Mal Georg, das andere MalHenning genannt wird, eine und dieselbe Person und Oertzen'SSchwiegervater. Aber in dem verhofften Glücke traf GeorgHenning der harte Schlag, daß ihm in Meklenburg nach vier-jähriger Ehe im I. 1679 seine erste Gemahlin unerwartetdurch den Tod entrissen ward. Sie hatte ihrem Gemahlzwei Söhne geboren: HanS Felix, welcher später dänischerOberstlieutenant ward, und Georg Henning, welcher vordem Vater als polnischer Hauptmann starb.

Da seine Verhältnisse es nicht erlaubten, mit seinen Kiuder» allein zu stehen, so verheirathete er sich nach abgclaufener gewöhnlicher Tranerzeit im I. 1679 zum zweite»Male mit Ilse Sophie, gebornen v. Segebade, Wittwedes Neimar Dethlof v. Genzkow, und ward mit ihr aufdem Genzkowschen Gute Dewitz getraut. Aber auch dieserSchatz ward ihm bald wieder entrissen: denn auch seine zweite