Haus Gerdeshaqcn,
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schon längst in den Händen der Gläubiger. Antonii 1659wollte Henning v. Oertzen ans Gerdeshagen von Martin Nie-mann's Kinder Vormundschaft zu Neu - Bukow 500 Guldenleihen und dafür seine „zwei geringen wüsten Katen-stätten zu Neu-Carin" zu Pfande setzen und bat umConsens; jedoch ist keine Entscheidung darüber vorhanden.
Trotz aller Anstrengung konnte aber Henning den Fallnicht aufhalten. Zwar muthetcn er und Dethlof v. Bülowam 2. Febr. 1659 als Hauptgläubiger das ihnen im Con-cnrse zugefallene Gut Westenbrügge wegen der 17,000 Gulden,welche seines Vaters Erben darin stehen hatten. Aber imI. l66l brach Concnrs ans. Von den Concuröacten ist sehrwenig vorhanden; der Verlauf läßt sich aber aus Bruchstücken»nd aus sichern Berichten ziemlich klar verfolgen. Im Z.1695 berichtete Joachim v. Oertzen ans Roggow, daß „die„Güter über 36 Jahre in Concurs und in Creditoren Händen„gewesen" seien. Schon am 11. Dec. 1661 ward dem Ottov. Bülow für 3161 Fl. l ßl. und am 21. April 1662 derHippolhta v. Stechow und sel. Franz Joachim v. BuchwaldsErben für 1708 Fl. das Gnt Wakendorf adjudicirt. DieAdjudicativnen mehrten sich von Jahr zu Jahr.
Am 31. Oct. 1673 wurden PrioritätS-Urtheil und Distri-bulionSabschicd publicirt. Hiernach waren die Güter Gerdes-hagen und Clausdorf mit Zubehöruugen an des wailandGeneral-MajorS Joachim Heinrich Vieregge auf Rossewitz,Zapkendors und Snbzin unmündige Sohne und deren Mit-gläubiger adjudicirt und distribnirt. Da aber die Güter ingroßen Ruin gerathen waren und die darin angewiesenen,Gelder bei weitem nicht daraus gelöset werden konnten, sowollten diese Gläubiger lieber etwas Gewisses haben, als infernerer Ungewißheit sitzen. Daher cedirteu die Viereggen am
18. Febr. 1675 ihre Forderung von 6600 Gulden Capitalmit aufgeschwollenen Zinsen für 6000 Gulden an den „be-nachbarten Herrn Matthäus Sassenhagen, Erbherrn zu Stein-sägen". — Ravensberg war schon im I. 1650 demJürgen Rappe und dessen Mitgläubigern adjudicirt. — Am
19. Mai 1662 klagte Iaspar'S Wittwe Anna Maria v. d.