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3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
Entstehung
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Haus Gcrdeshagen.

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Landrath Henneke v. Reventlow. Er stand wahrend der schreck-lichsten Jahre des dreißigjährigen Krieges nur unter der Vor-mundschaft seiner Mutter, welche die Güter für ihr Einge-brachtes in Besitz genommen hatte und verwaltete; er sagtselbst, daß ernach tödtlichem Abgang seines Vaters un-mündig gewesen und ganz nnbevormundet geblieben" sei. Seinälterer Bruder Jaspar machte eine bessere Laufbahn, indem erviele Jahre hindurch seiner Bildung leben konnte und eineehrendolle Anstellung in fremden Diensten erreichte. Am 19.April 1651 berichtete Henning, daß ervon seinen kindlichenJahren an außerhalb Landes gewesen" sei; wahrscheinlich lebteer bei seinem Bruder, nachdem dieser in oldenburgischenDiensten eine feste Stellung gewonnen hatte. Am 28. Sept.16-18 war er bei der Ehestiftung seiner jüngsten SchwesterDorothea mil Dietrich Barthold v. Plessen auf Zülow zuGerdcshagen gegenwärtig.

Am 25. Juli 1639 hatte die Mutter für ihre Söhne dieLehen gemnthet. . Bald darauf war ihr älterer Sohn Jasparvolljährig geworden und in oldenbnrgischen Diensten angestellt.Dieser versuchte im I. 1649 zwar die väterlichen Lehen zuhalten, sah eS aber für besser ein, dieselben seiner Mutter fürihr Eingebrachtes von mehr als 49,999 Gulden zu überlassen,um die Gläubiger abzuwehren, und seinein Dienste zu leben.Antonii 1649 gaben die Mutterin mütterlicher Vormund-schaft ihres noch unmündigen Sohnes Henning und dessenverordneter Rechtsbeistand Dn. Joachim Wedemann, Dom-capitels-Syndicns zu Schwerin", ihre Einwilligung dazu, daßJaspar die 3399 Gulden, welche sein Vater von dem Wiömar-schen Bnrgemeister llr. Arnold Böddeker geliehen hatte, alseigene Schuld übernahm und dafür daS noch unverschuldeteGut Elauödorf zu Pfande setzte.

Seit dem I. 1649 hatte die Mutter die Güter über-nommen und bewirthschaftete dieselben selbst. Aber die Güterwaren zu sehr verwüstet und die Bedrängnisse zu groß, alsdaß ein Gedeihen möglich gewesen wäre. Nachdem Henningum das Jahr 1659 voltjährig geworden war, kam er mitstimm Bruder nach Mcktenburg, um die väterlichen Güter