Hans Gerdeshagen. 195
im I, 1662. Die Kirchenvorstehcr drangen daher am 3.Dcc. >662 auf die Räumung der Sakristei und die Bestal-lung des Leichnams. Die Wittwe wünschte dazu das Be-gräbnis; vor dem Altare zu benutzen, in welchen: nach denaufgefundenen Epitaphien Bicke v. Oertzen ans GerdeShagenund Gorow ich 17. Nov. 1578) und dessen Gemahlin Sophiev. Wangelin (ch 9. April 1601) beigesetzt waren (vgl. Bd. II.,S 95, 96 und l 00). Die Kirchenvorsteher verweigerten diesaber beharrlich, da Vicke v. Oertzen ohne Leibeserben gestorben,das Begräbnis) also der Kirche heimgefallen sei, wogegen diev. Oertzen behaupteten, daß die Begräbnisse zum Lehn ge-hörten, also ans die Lehnsfolgcr übergingen. Im I. 1669war Jaspar'S Leiche noch nicht zur Ruhe gebracht. EinigeZeit hiernach ward entschieden, daß für Jaspar und seineWittwe ein Begräbniß unter ihrem Kirchenstuhle eingerichtetwerden könne. Und hier sind denn auch Beider Leichen vordem I. 1684 begraben.
Jaspar hinterließ seine Gemahlin als Wittwe. Mit Kin-dern war die Ehe, wie die seines Bruders Henning, nichtgesegnet.
Sein Lehngnt Gerdeshagen siel daher nach seinemTode an seinen Bruder Henning, als nächsten Lehnsfolgcr,welcher es auch am 16. Jan. 1659 muthete. Jedoch brachschon im I. 1660 Concurö über die Güter aus.
Am 19. Mai 1662 klagte die Wittwe Anna Maria v.Knesebeck, daß von Gerdeshagen „nichts weiter übrig geblieben„sei, als die geringe Pertinenz Voll and, Rüggekamp und„die zwei wüsten Baucrstellen in Neukarin". Sie hatte ge-wünscht, „für ihre Forderung und Lebensmittel" diese Perti-»enzen zu benutzen, es war ihr aber „eines Doctorö (Böddeker?f 1654) in Wisinar „Wittwe zuvorgekommen, wodurch sie all„ihres Trostes beraubt worden war. Sie bat daher den„Herzog, daß ihr das wüste Bolland sammt dessen Perti-„uenzen adjudieirt werde"; die Bitte blieb ohne Antwort. ImI. 1665 hatten die Clintenschen Erben (vgl. oben S. 192)ihre in dem Meierhofe Bolland stehenden 2000 Gulden,welche Jaspar 1652 übernommen und verschrieben hatte, aus-
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