Haus Gcrdeshagcu.
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Gütern übernahm und den Rest sofort ausbezahlte, für die2000 Gnldcn aber „den neu angelegten Meierhof zuLolland" verschrieb. Er erhielt dadurch wieder freie Handüber Bolland und bewirkte, daß „das Lehn durch DiSmem-„bratiou nicht ganz in Ruin gebracht ward und dem Gute„die Bauern erhalten blieben, welche nicht entbehrt werden„konnten". In der Folge ward diese Schuld aber wiederVeranlassung zu neuen Bedrängnissen.
Am R Juni 1653 starb die Mutter, Jaspar folgte seinerMutter nach nicht langer Zeit. Er war wohl zarter Natur,da er oft zu seiner Frau sagte, er werde nicht 50 Jahre altwerden. Am Ende seines Lebens brach noch viel Ungemachüber ihn herein.
Dänemark hatte in dem Frieden von Brömsebro 1645mehrere Provinzen an Schweden abtreten müssen. Als derKönig Carl X. von Schweden mit Krieg in Polen beschäftigtwar, faßte Friedrich III, von Dänemark den Plan, Schwedenanzugreifen, um die verlorneu Provinzen wieder zu gewinnen,und fing 1657 den Krieg damit an, die Holstein-gottorpschenfesten Plätze zu besetzen, da er von dem Herzoge keinen Bei-stand erwarten konnte. Jaspar v. Oertzen hatte „an demKriege keinen Gefallen" und rieth davon ab, um so mehr alsDänemark damals der Unternehmung nicht gewachsen war.Er übernahm zwar einige Gesandtschaften zu den niedersächsi-schen Fürsten und dem Kurfürsten von Sachsen, konnte sichaber wegen der „eingerissenen Diöcordie" nicht entschließen,eine hohe militärische Stellung während des Krieges einzu-nehmen, obgleich man ihn gerne dazu gebraucht hätte. DerKönig von Schweden war eher an der Grenze Holsteins, alsdie Dänen Nachricht davon hatten, fiel von Hamburg inHolstein ein und hatte bald nicht allein Holstein, Schleswigund Jütland überschwemmt, sondern ging auch nach den In-seln hinüber und brachte Dänemark in die allergrößte Gefahr,welche nur durch den demüthigenden Frieden von Nothschildeinigermaßen abgewandt werden konnte, durch den außer andernBesitzungen auch Schonen verloren «ging. Jaspar v. Oertzenwar nicht allein von dem Unglück Dänemarks tief ergriffen,Urk. Gesch, d, Geschl. von Oertzen HI, 13