199 Meklenburgische Linie.
den oldenburgischen Hof, wo er wegen seiner Gaben und Tu-genden nicht wenig geehrt ward. Während der Zeit war crvolljährig und grä flich-oldenb urgischer Rath geworden.In der ersten Hälfte des Jahres 1640 war er wieder inMecklenburg, da cr der Form wegen seine Lehen antretenmußte. Antouii 164V mußte er, „Jaspar v. Oertzen, gräslich-oldcnburgischer Rath", „auf Gerdeshagen und Clausdorf crb-gesessen", die 33VV Gulden, welche sein Vater Antonii 1627von dem Wismarschen Burgemeister und Syndicus Dr. Ar-nold Bvddeker geliehen hatte und von diesem jetzt eingeklagtwaren, als eigene Schuld übernehmen und in dem damalsnoch schuldenfreien Gute ClauSdorf versichern. Am 6. Juni164V lieh er, „auf Gerdeshagen erbgescssen", in Rostock, „zur„Wiedererrichtung seines durch die beharrlichen Kriegsunruhen„zu Grunde rninirten Gutes Gerdeshagen" von dem ansOesterreich wegen Neligionsverfolgung geflnchteten steiermarki-scheu Freiherrn Hans Christoph v. Gera zu Rostock undTempzin 120V Reichsthaler auf 3 Jahre gegen Pfandsetzungdes Gutes Gerdeshagen.
Cr mochte aber wohl einsehen, daß es ihm unmöglichsei, die verwüsteten Güter wieder in Stand zu bringen unddie drängenden Gläubiger abzuwehren. Daher übernahm dieMutter im Jahre I64V mit seiner Zustimmung die Güterfür ihre Forderung von 4V,868 Gulden 12 ßl. an Einge-brachtem und Erbgeldcrn und ließ sich den Vorzug dieserForderung landesherrlich bestätigen; dadurch erhielt sie dieGüter einstweilen der Familie, da die Gläubiger damalsnicht so viel Geld haben konnten, die Wittwe abzufinden mWdie Güter wieder zu bebauen.
Jaspar ging in oldeuburgischen Diensten mit dein FürstenJohann von Anhalt in Gesandtschaft an den königl. dänischenHof und an viele andere Höfe und im I. 1641 mit demkönigl. dänischen Gesandten auf den Reichstag zu Regensburg. I
Nach Beeudiguug dieser Reise ward er zum Rath bei Idem Erzbischofe von Bremen, Prinzen Friedrich von Däne- !mark, bestellt, welcher ihn so geschickt und treu erkannte, daßihm auch das Hofmarschallamt übertrug. Er harrte bei