Hans Vogelfang.
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Der Obrist Siegfried v. Oertzen strebte mit allen Kräftendarnach, für sein Haus einen festen Landsitz wieder zu gewin-nen. Zuerst wandte er sein Augenmerk auf das Gut Schossin,welches der Oertzenschen Linie Gammclin gehört hatte. Ob-gleich dieses Lehngut am l9. April 1672 in Allod verwandelt,dieses wiederholt bestätigt, anerkannt und vererbt war ist vgl.Bd. II.. -V, S. 328), ließ Siegfried sich doch am 20. Aug.>096 von Joachim v, Oertzcn ans Roggow dessen etwanige,zweifelhafte Lehnrechte cediren und nahm auf Grund dieserZession am 2. April >700 (zu Brahlstorf) das Gut in An-spruch, mit der Behauptung, daß er in die Allodialisirnngnicht gewilligt habe. Jedoch setzte er seine Absicht nicht durch.Nach seinem Tode aber ward die Allodialisirnng von Schossindie Veranlassung zu sehr beklagenswerthcn Austritten.
Nach des Herzogs Friedrich Wilhelm Tode muthete erSiegfried nicht allein das Lehn des Gutes Schossin, sondernauch am 23. April 1714 das von Joachim v. Oertzcn aufRoggow verpfändete Gut ClauSdorf (vgl. S. 77), und am>7. April 1715 schloß er zu Vogelfang mit den beiden nach-gelassenen Söhnen Joachim's v. Oertzen auf Roggow einenVergleich, durch welchen „er sich die Rclnition des Gutes„Clausdorf, welche er als nächster Agnat behaupten zu können„vermeine, ausdrücklich ausbedung und vorbehielt".
Der Obrist Siegfried v. Oertzen starb im I. 1715.Am 15. März 1716 muthete sein Sohn, „der Capitain Sivert„v. Oertzen, nachdem sein Vater Obrist Sivert v. Oertzen„Vor einem halben Jahre mit Tode abgegangen war,„die Güter Clansdorf und Schossin" als Agnat.
Siegfried v. Oertzen hinterließ eine Wittwe SophieAgnes (oder Anna Sophie) v. Penz ans dem Hause Brahl-storf, Tochter des Mathias Christian v. Penz auf Brahlstorfund der Anna Maria v. Penz von Dnssin, geb. 1655 f 1718,und einen Sohn
Siegfried.