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3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
Entstehung
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Mcklcnlmrgische Linie.

und gegen Hermann Clamcr v. Mandelslo auf 8000 Fl. ge-bürgt, wofür ihnen Antonii 1621 von David v. Reventlowund dessen Frau V'argarethe v. Finekc das Gut Gischow zuPfande gesetzt war. Als Reventlow nicht zahlen konnte, klagtendie Gläubiger; am 4. Nov. 1629 ward das Prioritäts-Urtheilund die Einweisung der Gläubiger in das Gut Gischow er-kannt. Am 20. Mai 1629 verkauften die Gläubiger dasGut an Hans Valentin v. Vieregge, welcher zugleich Gne-mern kaufte, durch Uebernahme der 13,000 Fl. Schulden,welche darauf hafteten, und der darauf rückständigen 4800 Fl.Zinsen, im Ganzen für >7,800 Fl. Doch schon am 28. Febr.1633 verkaufte die Vormundschaft der Söhne deS HanS Va-lentin v. Vieregge das Gut Gischow mit dem Gute Gnemern an Sivert v. Oertzen d. j. Der förmliche Contractüber den Verkauf an Hans Valentin v. Vieregge ward erstam 17. Jan. 1635 nachträglich ausgefertigt und an Sivertv. Oertzen d. j. ausgeliefert.

Sivert v. Oertzen machte diesen Kauf theils durch die20,000 Fl., welche er zu seiner Abfindung ans der väterlichenErbmasse erhalten hatte, theils durch Anleihen von nahenVerwandten möglich, da nach seinem Tode seines OheimsSivert d. ä. Wittwe Anna Valentin« v. Reventlow 10,000 Fl.,seine Schwester Abel 8000 Fl. und seiner Schwester JdaErben 2000 Fl. in dem Gute stehen hatten.

Also gelangte Sivert v. Oertzen d. j. zum Besitze derGüter Gnemern nnd Gischow, welche seitdem einen Namenunter den Landgütern MeklenburgS erhalten haben.

Am 9. Jan. 1635 miethete Sivert v. Oertzen, nach Be-seitigung vieler Förmlichkeiten, die Güter Gnemern nnd Gischow, und am 4. April 1635 erbaten die Gläubiger Davidsv. Reventlow nachträglich den Conseils zur Veräußerung vonGischow.

Doch trat Sivert die Güter zu einer Zeit an, welchevon allen die traurigste in Meklenburg war. Die Jahre 1637und 1638 übertrafen an Leiden alles, was je erhört war.Die Unterthanen erlagen der allgemeinen ^Verwüstung; dieGutsbesitzer flüchteten sich nach Rostock, dem einzigen Zu-