Haus Vogelfang. 163
Gischow war ein zn Gnemern gehörender Meierhofund seit dem Anfange des 16. Jahrh, ein Lehn der Familiev. Fineke. Gischow war jedoch in zwei Theile getheilt. —Der eine Theil gehörte eine Zeit lang den v. Vier eggeans Wokrent. Im I. 1578 verpfändete Ulrich v. Fineke zuGnemern an Dietrich v. Vicregge zn Wokrent seinen „wüsten„Hof zn Gischow, ohne Saat und Vieh, mit nur einem„Zimmer, welches ihm abzubrechen und zu versetzen" gestattetward, jedoch mehrere Ackerstücke ausgenommen", für 1506 Fl,ans 15 Jahre. Im I. 1632 war noch Christoph's v. Vier-egge Wittwe, Jda v. Oertzcn, mit ihrem unmündigen Sohneim Besitze des Antheils, aber im Begriffe ihn zn veräußern.Der Antheil erscheint gleich darauf im Besitze des Friedrichv. Vicregge, welcher ihn 1633 für 2262 Fl. 4 ßl. an seinenVetter Caspar v. Vieregge verpfändete. Späterhin verschwindetdie Eigenthümlichkeit dieses Antheils durch häufige Adjndicationganz. Dieser Antheil wird ans 5 Bauerstellen und ^ Kossaten-stclle bestanden haben, welche im I. 1633 meist wüst waren.- Der andere Theil blieb theils bei den v. Fineke, theilsgehörte er andern Besitzern, kam aber bald in die Hände desDavid v. Reventlow ans Schwastorf, welcher mit Margarethev. Fineke, Jaspar'S v. Fineke ans Gnemern und Gischow ein-ziger Tochter und Erbin, vermählt war. Antonii 1661 ver-kauften Heinrich v. Stralendors ans Prensberg ein Bauererbein Gischow für 1766 Fl. und Antonii 1663 Ulrich v. Stra-lendors auf PrenSberg zwei Bauererben in Gischow für 2556Fl. an ihren Schivager David v. Reventlow. Nach deinTode Jaspar'S v. Fineke und damit nach dem AuSsterben dermännlichen Linie v. Fineke auf Gnemern im I. >669 kamendie Güter und damit der Haupttheil von Gischow mit Mar-garethe v. Fineke als Crbjungser an diese und ihren GemahlDavid v. Reventlow. Dieser vertiefte sich aber in den schlim-men Zeiten in Schulden. Sivert v. Oertzen d. ä. auf Ger-deShagen, Lorenz und Dethlof Brüder v. Reventlow aufZiesendorf und Reetz, Hans Sperling auf Gr. Eixen undHanS Valentin v. Vieregge auf Rahden und Borrentin hattenfür David v. Reventlow gegen Otto v. Schack auf 5666 Fl,
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