Hans Roggow.
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Abel v. Oertzen wird sich aber bald deS Gutes Trechowentschlagen haben, da sie ferner nicht mehr im Besitze er-scheint. Vielmehr erscheint sie nicht lange darnach im Besitzedes GnteS Kl. Nensow. Sie hatte dem Jürgen v. Blücherauf Kl. Nensow 6819 Gulden Capital geliehen, auf welchedieser ihr Antonii 16-16 neunjährige Zinsen schuldigte. Siehatte zwar drei Jahre vorher (1612) Immission in das Guterlangt, diese konnte aber ihrer Verlegenheit nicht steuern, da„das Gut öde und wüst lag und gar nicht bebauet ward, sie„aber von den geringen ZinSgelderu ihren Unterhalt haben„sollte"; noch im I. 1695 war „daselbst kein Wohnhaus oder„andere Zimmer vorhanden, worin ein Lehnmann wohnen oder„Wirthschaft treiben könnte, sondern dieselben waren in dem„dreißigjährigen deutschen Kriege ganz ruinirt worden", so wieauch die Bauerhöfc im Kriege gänzlich verschwunden waren.Am 31. März 1619 ward ihr das auf 11,417 GuldentaMe Gut für ihre liguidirte höhere Gesammtfordernng von>1,581 Gld. >8 ßl. gerichtlich adjudieirt, die Rclnirnng je-doch vorbehalten; wahrscheinlich hatte sie zu ihrer eigenen For-derung auch die Forderungen anderer Gläubiger übernommen.Abel war nun also Besitzerin des Gutes und suchte es durcheinen „Verwalter" wieder in Cultur zu bringen; sie konnte eöfreilich nach einigen Jahren schon nützen, aber ihre Zinsenbei weitem noch nicht herausbringen.
Seitdem lebte Abel im Glück ihrer Kinder und Enkelnoch lange Zeit, gleich wie ihre älteste Schwester Emcrentia,welche noch im I. 1661 lebte. Am 23. Nov. 165«) wardihr ältester Sohn Daniel Landrath und ein mit wichtigenGeschäften viel und oft bctraneter, angesehener Mann, deinnoch 5 Söhne und 4 Töchter am Leben geblieben waren. Inder Zeit 1653—1659 erscheint sie zu Bareudorf wohnhaft,jedoch zuweilen längere Zeit in WiSmar anwcscnd, z. B->655—56, wahrscheinlich in ihrem Wohnhause; Bareudorfgehörte ihrem Sohne Daniel und war als Pertincnz zu Hoiken-dorf gelegt. Mit der Zeit ward ihr aber die Verwaltung desGutes Kl. Nensow lästig und schwierig, um so mehr da ihreForderung größer war, als der taxirte Werth des Gutes; sie
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