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2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
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Schwerinsche Linie.

gelangte die Stadt Rostock auf längere Zeit in den Pfandbesitzder Stadt und Vogtei Tessin, und diese Verpfändung übtespäterhin auch ihren Einfluß ans die Linie der v. Oertzen aufKl. Tessin aus (vgl. unten S. 334).

Hermann v. Oertzen wird darauf bestimmt mehrere Maleals Besitzer voll Kl. Tessin bezeichnet. Als am 6. Decbr.1424 die Bruder Claus und Vickc Nortmann auf Nossewitz7 Hufen in Weitendorf bei Tessin an Siegfried Bassewitz derkauften, war Hermann v. Oertzen ans Kl. Tessin der erste un-ter den Zeugen und besiegelte die Urkunde mit sEl.IXj>).Als am 13. Dee. 1428 Gerd Bassewitz d. ä. auf Basse derWittwe Margarethe Kirchhof zu Rostock 10 Mark rostocker Pf.Renten aus der Bede von Prangendorf verschrieb, waren dieersten Bürgen und Mitbesiegeler der Urkunde Henneke v. Kardorf, Vogt zu Tessin, und Hermann v. Oertzen auf Kl. TessinsE1.XXIj. Anö diesen beiden Urkunden scheint ein Verwandt-schaftöverhältniß Hermanns v. Oertzen zu den Bassewitz her-vorzugehen. Eben so war Hermann v. Oertzen unter Anhän-gnilg seines Siegels Bürge für Joachim Aork auf Horst beiTessin, als dieser am 2. Jan. 1435 ans einem Hofe in Horst5 Mark Renten an den Marien-Kaland zu Rostock verkauftes.

Am 4. Febr. 1435 verkaufte Hermann v. Oertzen aufKl. Tessin an Gerd Bassewitz auf Basse die Hälfte der GclteS-Mühle sbTXXXVIIj, welche schon sein Vater besessen hatte.Wo diese Mühle lag, ist jetzt unbekannt; sie wird aber in derNähe der Stadt Tessin gelegen haben, da Hermann v. Oertzenans Kl. Tessin sie im I. 1435 und die Bassewitz sie im I.1402 mit den Dörfern Weitendorf, Wohrenstors und Selpinverpfändeten. Unter den Bürgen dieses Verkaufes waren wie-der Otto und Joachim U^'k, wie Hermann v. Oertzen am

') Die Urkunde ist auch gedruckt in der Beschreibung des Geschlechtsvon Biilow, Beil. 000, S. 41. Daß Hermann v. Oertzen sich bei derBcsiegelnug dieser Urkunde seines Bruders Claus Siegel bedient habe,ist wahrscheinlich nur eine willkührlichc Annahme, welche ans der Schwie-rigkeit der Lesung der Umschrift des Siegels entstanden sein mag.

Die Urkunde befindet sich im Originale im Kirchcn-Oekonomie-Archivc zu Rostock. Das angehängte Siegel Hermanns v. Oertzen istdasselbe, welches an der Urkunde vom I. 1420 gehangen hat (vgl. obenS. 331, Note 1).