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2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
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Haus Kl. Tessin.

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Friedrich Mollke auf Diwitz und Friedrich Moltke auf Striet-scld die zu der Herrschaft Rostock gehörenden Schlösser, Städte,Länder und Vogteieu Nibnitz und Tessin (ckat lunck toIwxstok als Iij'I)l>onit?icz vnck lassen, !ms, 8t<zcko, tsnck vnckvagchvelio") für 3300 Mark lud. Pf. zu einem nutzbarenPfande verpfändet. Die Moltken ans ihrem HauptschlosseStrietfeld, welche sich seitdem oft in viele Linien theilten, blie-ben sehr lange im Pfandbesitze des Landes Tessin und ver-pfändeten es wiederholt wieder. Am 14. Junii 1404 ver-pfändeten die Moltken dem Ritter Peter v. Bützow und demKnappen Guölaf Wulf Schloß und Stadt Tessin für 1000lnb. Mark. Am 16. Nov. 1420 verpfändeten aber Johann,Heinrich und Johann Brüder und Vettern die Moltken aufStrietfeld der Stadt Rostock für 1500 Mark rostocker Pf.Schloß, Stadt und Vogtei Gr. Tessin mit allen Gerechtigkeitenund Bnrglchen, namentlich mit aller Gerechtigkeit in den Bnrg-lehen zu Kl. Tessin und GramSdorf sLXl .VIlf. Wegen dieserletzten Verpfändung gaben Henneke v. Kardorf, Hermann v.Oertzcn und Gerd Bassewitz ihre Zustimmung und beglaubigtendiese durch Anhängnng ihrer Siegel'). Henneke v. Kardorfauf Vietow^) war, noch im I. 1428, Vogt zu Tessin, Her-mann v. Oertzen war Besitzer des Gutes Kl. Tessin und Trä-ger des Bnrglehnö daselbst, Gerd Bassewitz war wahrscheinlichTräger des Bnrglehnö in Gramsdorf. Am 17. Dec. 1423»ahmen dieselben Moltken von der Stadt Rostock noch 500Mark rostocker Pf. auf Stadt, Schloß und Vogtei Gr. Tessinauf!') und am 14. März 1442 verpfändete Johann Moltked. ä. auf Strietfeld seine Anrechte an Stadt, Schloß undVogtei Gr. Tessin für 300 Mark rostocker Schilt.''). Also

') Das von der Urkunde abgeschnittene Siegel wird jetzt in denSammlungen des Vereins siir meklcnb. Geschichte ic. ansbewahrt und trägtdie Umschrift:

4- s'. Hermen k van orre

Dies ist dasselbe Siegel, welches an der Urkunde vom 2. Jan. 1435 hängt.2) Vgl. Masch Geschichte und Urkunden der Familie v. Kardors.Die Urkunde ist gedruckt in Wöchentl. Rostock. Nachr. n. Anzeigen,MS, Stiick 23.

') Die Urkunde ist gedruckt daselbst, 1750, Stiick 3. Achnliches wie-derholte sich noch im I. 1443; vgl. daselbst, 1750, Stiick 13 und 14.