Hans Feldbcrg. 135
stargardischen Linie v. Oertzen, welche noch heute die „HelpterLinie" genannt wird, obgleich die Familie nicht mehr im Be-sitze des Gutes ist. Bei dem jetzigen Hofe zu Helpte liegtnoch der alte Burg wall, welcher jedoch nicht hoch und vongroßer Ausdehnung ist. Die Gräben, welche noch zu erkennensind, sind ausgetrocknet und die alten Gebäude spurlos ver-schwunden. Jetzt steht ein großes Kellergebände auf demBnrgplatze.
Von dem Besitze des Gutes Helpte waren aber die12 Hu fen ausgeschlossen, welche die Familie v. Helpte alsaltes Lehnstück in dem Gute besaß. Zu der Zeit aber, alsJacob v. Oertzen das Gut von seinem Vetter Bernd v. Oertzenerwarb, geschah es, daß die Familie v. Helpte ausstarb.Nach v. Gammö Nachrichten soll diese Familie im I. 1535mit Jürgen v. Helpte auf Pragstorf auszestorbcn sein; ineinem Zengenverhöre aus der zweiten Hälfte des >6. Jahrh,wird gesagt, daß „Hans v. Helpte ohne einige Leibeserben„Anno ?c. 45 um die Fastnacht in Gott inteslntus verschieden,„sei und allein vier Schwestern hinterlassen" habe, welche allevier verheirathet waren. Beide Angaben können aber nichtrichtig sein, da nach der Urkunde vom 6. Dec. 1545 Hansv. Helpte noch am Leben und im Besitze des alten v. helpterAntheils des Gutes war. Im I. 1547 war aber das Ge-schlecht mit Hans v. Helpte bestimmt auögestorben, da ein„Verzeichnis; seliger Achim von Barneflies und Hansen von„Helpten nachgelassener Lehngüter X1.VIl" aufgenommen ward.Die Familie v. Helpte wird also im I. 1546 ausge-storben sein. Nach dem Tode dieses letzten LehnträgerSzogen die Herzoge die 12 Hufen als heimgefallenesLehn ein und werden dieselben noch lange als Gnadenlehenverliehen haben. Zuletzt besaß sie als solches Jürgen v.Mecklenburg, Hanptmann zu Feldberg, der sie am 28. Febr.1665 an Henning v. Oertzen ans Helpte verpfändete, wor-auf wiederum Henning v. Oertzen am 24. Febr. 1694 dasganze Gut an den Lieutenant Curd Adam v. Holzendorf ver-pfändete.