124
Stargardischc Linie.
^ Das stargardifche Haus.
Das stargardischc Haus der stargardischen Linie erscheintnur noch bis in das zweite Viertheil des 15. Jahrhundertsund wird ohne Zweifel in der ersten Hälfte dieses Jahrhun-derts anSgestorben sein, indem die Guter desselben in derFolge im Besitze des feldbergischen Hauses erscheinen. Diesist um so sicherer, als um das Jahr 156t) die ganze star-gardische Linie ans ein einziges Glied, Jacob v. Oertzen, be-schränkt war.
Die (Sntcr des stargardischen Hauseswaren aber folgende:
Die Glieder dieses Hauses waren meisten Theils auf derBurg Itargard als Burgmänner oder in der Stadt Stargardangesessen und hatten ihre Güter in der Nähe dieser Stadt.
Dieses Hans hatte im 14. Jahrh. Besitzungen in Vodcns-wcge l>, S. 94), Holtdors und Gnastciibttji (l, S. 96), allein der Nähe der Stadt Stargard belegen, welche aber allefrüh veräußert wurden.
Zu Bll»dcn-Ichöllseid besaß das Hans einen „erblichenHof", welchen noch Jacob v. Oertzen aus dem feldbergerHause am 24. April 1522 verpfändete sLELDXVIIIj; jedochbesaßen die v. Oertzen die Besitzung in Quaden-Schönfeld nochim I. 1572 „als altes Stammlehn".
Die Hauptbesitzung des HanseS Stargard war jedoch dasGut Dargcnsdsrs bei Stargard. Dieses Gut erscheint schonim I. 1382 als Hauptgnt des Hauses. Es ward aber durchfortwährende Verpfändungen so sehr zersplittert, daß am Endenichts übrig blieb; namentlich schadeten dem Hause die Ver-pfändungen an die Geistlichkeit, welche nur schwer etwas zu-rückgab. Am 1. Nov. l382 verpfändete z. B. Claus II.24 Mark Pacht an das Kloster Wanzla (I, S. 95), am