Haus Clausdorf-Garwensdorf. 121
wensdorf immer mehr zur Pertinenz herabsinkt und sehr seltenvorkommt. Es ist ohne Zweifel, daß die v. Oertzen ans Rog-gow die nächsten Vettern der v. Oertzen auf Clausdorf warenund daher diesen auch im Gilterbesitze folgten. Das HansClausdorf-Garwensdorf ward durch Zersplitterung des Güter-besitzes schon früh unbedeutend und verlor schon vor seinemAussterben seine Güter. Der letzte des Hauses, Hans, behieltnur einen Bauerhos zu Neucndorf und trat schon bei seinemLeben seine Hauptlehen an die Linie Roggow ab. Schon am26. Dec. 1477 wird der „junge Sivert v. Oertzen" vonder Linie Roggow als „zu Clansdorf" wohnhaft genanntsL(DXXXVIj und erscheint ganz in denselben Ausdrücken nocham 24. Junii 1482 sCLXCIIIj. Nach dieser Zeit erscheinter aber im Besitze von Berenshagen und Zibühl, ehe er zumMitbesitze von Roggow kommt. Er wird noch einmal, jedochohne Datum, als Bürge für Heinrich v. Stralendorf zu Cri-vitz genannt („Lzmort van Oörtxen to Llastorp»"). Hans v.Oertzen lebte noch lange und wohnte noch am 21. Oct. 149?mit seinen Kindern, von denen nichts bekannt geworden ist, ansdem Hofe zu Neuendorf sCCCIXj. Er wird aber bald daraufgestorben und sein Lehnrecht an die v. Oertzen auf Roggowgefallen sein. Die Succession der v. Oertzen auf Roggowwird in der Folge nicht allein durch den Güterbesitz selbst,sondern auch durch eine ausdrückliche Nachricht bestätigt, nachwelcher im I. 1515 Jaspar und Lippold v. Oertzen ans Roggowals Schuldner einer an die großen Marienzeiten zu Wismarcedirten Verschreibung des Segeband v. Oertzen auf Claus-dorf (1407—1415) folgten, indem sie Besitzer der Güter derClausdorfer Linie waren:
„lo Klastorpo. XII inark vor 11^ vorsezolt Logllo-„bsnt van Ortson. Xu Iroblxzn ckat guck laspar„vnck siippolt van Ortxen, vnck Logokant vnclo Ein-„wo» llano to Kuoüolmisso seüolsn ander vorssFliolinAe„ckon villls inaek viliiekto niollt gilesolion svn."
Fortan erscheint die Linie Roggow im Besitze der Güterder Linie Clausdorf-Garwensdorf.