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2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
Entstehung
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Hans Roggow.

und anderer Pferde so viel, daß man ihre Zahl auf 1800rechnete. Auch zu diesem Feste waren Mathias, Jaspar undLippold v. Oertzen geladen (vgl. Lisch, Maltzau. Urk. IV, S.421 flgd.) und bewährten ihre gewandte Ritterlichkeit. Jedervon ihnen war mit 4 „gerüsteten Pferden" verschrieben undJaspar und Lippold waren „mit den Frauen" geladen. Vorder Hochzeit hatten Jaspar und Lippold unter 24 Edelleutenans dem Lande den Auftrag erhalten, „Ziehe und Hasen zujagen und nach Wismar zu schicken." Jaspar und Lippoldv. Oertzen hatten nicht allein an den Hochzeitstagen Ehren«dienste, sondern waren schon vorher beauftragt, „die fremdenFürsten und Fürstinnen" an der Landesgrenze „anzunehmen",nach Wismar zu geleiten und „auf sie in ihren Herbergen zuwarten, alte Nothdurft zu verordnen". Jaspar v. Oertzen undJürgen v. Halberstadt sollten den Herzog Heinrich von Sachsen,des Herzogs Heinrich von Meklenburg Schwager, ohne Zweifelmit Gemahlin, zwischen Perlebcrg und Neustadt empfangen,und mit Nachtlagern in Neustadt und Schwerin nach Wismarführen und hier für sie sorgen. Den Herzog von Sachsen-Lauenburg sollten Achim v. Bredow und Lippold v. Oertzen,den Erzbischos v. Bremen Doctor Marschalk, Jaspar v. Finekeund Mathias v. Oertzen empfangen. Am Hochzeitstage sollteLippold v. Oertzen „der Braut vor dem Tische stehen", Jaspar„der Braut vor dem Trinken gehen" und beim Tanze „derBraut uachtanzen". Bei dem großen Turnier von 48 Tur-nierern waren ebenfalls Jaspar und Lippold und im Vortur-nier erhielt Lippold v. Oertzen den ersten Dank, einen „Spieß"(vgl. Lisch, Maltzan. Urk. IV, S. 428 flgd.) Auch an einemzur Nachfeier am 6. Septbr. 1513 gehaltenen Turnier von 28Turnierern betheiligten sich Jaspar, Lippold und Mathias v.Oertzen; Lippold hatte aber den Unfall, daß ihm der Spießzerbrach (vgl. Lisch, Maltzan. Urk. IV, S. 431 flgd.) Allediese vielfältigen, kostspieligen Ehrendienste beweisen, daß Jasparund Lippold v. Oertzen in jeder Lage des höhern Lebens ge-wandte, hochangesehene Männer waren.

Für so viele Opfer, welche die Brüder v. Oertzen brach-ten, scheint das herzogliche Haus denselben auch dankbar ge-