30
Meklenburgische Linie.
Mark, wofür er 8 Mark jährlicher Pacht aus Jörnsdorf zuPfande nahm stXDXV'IIIj, und am 29. März 1475 ver-pfändeten ihm die Brüder Heidenrich und Helmold v. Bibowauf Westenbrügge >6 Mark jährlicher Pacht aus demselbenDorfe für eine Anleihe von 299 lüb. Mark stJDXXIXj. Am5. Februar 1473 erscheint er als Lehnherr des Kruges zuAlt-Bnkow fccDXIXj und am 2. Dec. 1475 als Zeuge beidem Verkaufe des Gutes Bartelshageu von den Vetternv. Vieregge auf Wokrent und Rossewitz au das Kloster RibnitzjccDxxxiij.
Am 29. Januar 1474 wird er zuletzt herzoglicher Rathgenannt slDI.XXVIj. Ausnahmsweise trat er noch am 17.Sept. 1475 mit sehr vielen Männern der meklenburgischenRitterschaft als Bürge ein, als der Herzog Heinrich mit seinenSöhnen, den Herzogen Albrecht, Magnus und Balthasar, diePrinzessin Magdalene von Meklenburg-Stargard an den HerzogWartislav von Pommern verheirathete und ihr die Mitgiftversicherte; Sivert II. wird in dieser Urkunde als einer derersten nach den Rittern aufgeführt sL(DXXXIs, woraus sichauf ein hohes Alter desselben schließen läßt.
Der Herzog Heinrich von Meklenburg, unter welchemSivert II. so viele Jahr lang als treuer Rathgeber gewirkthatte, starb am 9. März 1477, und unter der hervorragendenRegierung seines Sohnes Magnus begann ein neues, kräftigeresRegiment. Dennoch erscheint Sivert II. noch einmal inöffentlichem Dienst bei einer wichtigen und feierlichen Gelegen-heit, als der junge Herzog Magnus am 5. Junii 1478seiner Gemahlin Sophie von Pommern das Leibgedinge ver-schrieb sLLUXXXVIIIj. Siverts II. Verdienste um das Landund das Fürstenhaus unter einem nicht starken Fürsten hattendie ersprießlichen Folgen, daß unter dessen kräftigerm Sohneund Nachfolger Siverts Söhne in nähere Beziehungen zu demFürstenhause traten; schon im I. 1488 war sein ältester SohnLandrath.
Siverts Leben neigte sich immer mehr zu Ende. Am28. März 1479 stellte er mit seinen beiden Söhnen Sivertund Hans ein Zeugniß für das Kloster Tempzin aus