Druckschrift 
2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

Haus Roggow.

1?

Mark jährlicher Hebung aus dem Dorfe Gr. Eixen verkauftezur Haltung von Seelenmessen in dem Kloster für die ver-storbene erste Frau des Nicolaus v. Oertzen s(DV1Is, welcherin dieser Generation der bedeutendste Mann in der Familiewar (vgl Linie Gammelin).

Sivert I. von Oertzen der Pilger kommt nur kurzeZeit und wenig vor. Ihn beseelte vorzüglich der Geist derFrömmigkeit nach den damaligen Ansichten und der Drang nachden heiligen Stätten im Gelobten Lande, wo er auch endlichWohl nach seinem Wunsche den ersehnten Frieden fand.

Am 24. Nov. 1428 lieh derKnappe Sivert von Oertzenzu Roggow" dem Hennccke von Moltke zu Neuenkirchen 200Mische Mark, wofür dieser jenem 20 Mische Mark jährlicherHebung aus seinem Gute Detershagen verpfändete s(DXXj, inwelchem die von Oertzen auf Roggow bis zum Jahre 1350auch Besitzungen gehabt hatten sllXXXVIIIs.

Im Jahre 1432 machte Sivert von Oertzen seine erstePilgerfahrt, wahrscheinlich in das Gelobte Land, jedoch istin der Urkunde das Ziel der Reise nicht bestimmt ausgedrückt;er nennt die Fahrt, die er vorhatte, nur eineselige Reise".Am 21. Dec. 1431 machte er, wahrscheinlich in dem KlosterDoberan, sein geistliches Testament slDXXXIj und empfahlsein Seelenheil und seinen Leib, falls er in Mecklenburg ster-ben sollte, diesem Kloster. Hiesür schenkte er dem Kloster die200 Mische Mark, welche er am 24. Nov. 1428 dem Heimelev. Moltke gegen 20 Mische Mark jährlicher Zinsen geliehenhatte und bestimmte die Verwendung dieser Zinsen ausführlich;für den Fall, daß Henneke v. Moltke die Schuld abtragenwürde, sollte der Abt des Klosters die 200 Mark in demKlostergute Zweendorf anlegen und dem Klosterconvente ausdiesem Gute jährlich 15 Mische Mark aus ewige Zeiten ent-richten. Diese 15 Mark sollten folgendermaßen verwandt wer-den: für 8 Mark sollte straßbnrger Tuch zu Mönchskutten(monnikLknAllelkn), in denen anständig Messe gelesen werdenkönne, gekauft werden; für 2 Mark sollte der Abt dem Con-vente jährlich 2 Tonnen bützowscheS Bier, zwei mal jährlicheine Tonne, an den beiden Tagen geben, an welchen Seelen-

Urk. Gesch. d. Geschl. von Oertzen. II. 2