Druckschrift 
3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
340
Einzelbild herunterladen
 

340

Schönb — Schönbe

vorigem ist, sowie es fast dasselbe Wappen hat. Sicbmachcr hat,I. 168. n. 13. V. 16N. n. 5, zwei etwas von einander verschiedeneWappen gegeben und v. Mcding, I. n. 776, solche beschrieben.

sv. H.s

3. Kchönbcck. Karl v. S., Kanzler des HecrmcisterthumSSonnenburg, wurde am 1. März 1686 in den Ncichsadelstanderhoben, welche Standeserhöhung der Kurfürst Friedrich III. vonBrandenburg bestätigte, sv. Hellbach, Samml. — v. Zedlitz.sjDa beide vorstehende Geschlechter zum Uradel gehören, so scheintvorstehender Karl v. S. eine besondere Familie zu bilden, oderdas Diplom enthält nur eine Bestätigung, sv- Ledebur II. 395 )

1. Schönbcrg, ehedem auch Schömberg, ein sehr altes Ge-schlecht, das seinen Ursprung von denen v. Bellmont hat, dieim I. 588 auS der italien. Provinz Tuscia oder Toskana sichin Granbündten niedergelassen, darauf sich mit verdeutschtemNamen Sch. nach Deutschland, besonders zuerst nach Hessenbegeben. Mehrere Schriftsteller lassen sämmtliche v. schönberg'schcFamilien in Deutschland w. von diesem Geschlcchte abstammen.Inwiefern solches gegründet ist, muß dahingestellt bleiben. Da esübrigens aus Mangel an bestimmten Nachrichten nicht wol aus-führbar ist, die verschiedenen Familien v. S. besonders zu behan-deln, so läßt man solche in diesem Artikel zusammen folgen.

sNachrichten von mehreren schönbcrg. Familien geben! Buddäus, allg.histör. Lexikon, Art. Schönberg. — Ganhe I. 1566-1620. — ZedierXXXV. 650—754, hat Ganhe besonders benüzt. — Hartmann's Samml.)

I. In Hessen ließen sich die Bellmont — nachher Schön-berg genannt — am Dicnclstrom nieder, wo auch ein Stamm-Schloß gleichen Namens gelegen ist. sWinkelmann, Hist. des LandesHessen II. Th. Kap. 12. S. 6138. - Zedier XXXV. 658.s

II. st In Böhmen befand sich auch ein adliches Geschlechtv. S., welches Szembora, Schein bera genannt wurde, aberlängst schon erloschen ist. sBalbini, Miscell. rcgni Bohemiae p. 73. —Ej. Epitom. Bohem. 405. — Gauhe I. 1613. — Zedier XXXV. 720.s

III. st In Brandenburg, wo sie unter die altmärk- Ad-lichen gerechnet werden, von welcher Familie Lorenz v. S. im Jahre1469 vorkommt, die aber ausgestorben ist.

sAngeli, märk. Chronik 232. — Gauhe I. 1572 s

IV. st Im Herzogthum Krain, wo ein Stammsiz gleichenNamens 6 Meilen von Laibach gelegen, worauf schon im I. 1264zwei Brüder, Otto und Arnold, vorkommen. Auch diese sind,und zwar im I. 1416, ausgestorben, und ist ihr Schloß u. Herr-schaft an die Grafen und Fürsten v. Auersperg gekommen.

iValvasor, Ehre des Hexzogth. Krain Lib. 31. — Gauhe I. 157 Ist

V. In Franken, die auch schon im Jahre 1296 auf demTurnier in Schweinfurt erschienen sein sollen.

sMünsteri Cosmogr. p. 1032. — Gauhe I. 157I.s

VI. In Mähren, wo sie das Schloß und Städtchen diesesNamens am Flusse Mohrau erbaut haben. sGanhc I. 1618.)

VII. In Mecklenburg, wo sie das Rittergut Schönbcrgim Amte Wrcdeuhagcu zu ihrem Rittcrsize hatten.

sJnder nobilit. Mcgapol. p. 58. — Gauhe I. 1570.)

VIII. In Meißen und Sachsen überhaupt, wo sie schonum das I. 1175 gelebt und spater die Rittcrsize Roth- u. Grün-Schönbcrg erbaut haben. sAlbini, Hist. der Gr. v. Wcrthcrn 70.Desselben mcißn. Chronik 340. — Peckcnstein, Theatr. Saxon. I. 54—58.— Gauhe I. 1582-89. — Zedier XXXV. 663-720. — Sicbmachcr

I. 152. n. <2. 164. n. I. — v. Mcding I. n. 764. — Joh. Ch. Crnsiischönbcrg. Ehrensäulc. Görlitz, 1677. 4. 2 Bg. — H. D. v. Schönberg,Alter, Stamm u. hergebrachter guter Ruhm des Geschlecht« v. Schönbergin Meißen. 1679, bei König II. 833—1080. — M- Dan. Hartnacciusfing im I. 1675 das Werk der v. S. an, aber beendigte es nicht. —Abclii Sammarthani Elogium ill. gcntis Schömberg, adncr Sammar-thani Elogiis Gallis doctor. viror. Jen. 1690. 12. p. 233—68, und cumnotis I. C. Kransii. 12. 4 Bg. — I. Schultzii Laudatio gentis Schöm-berg. Chem. 1700. sol. 2 Bg. — Von der francnstein. Branche dieserHerren; in Bahn's Gesch. von Francnstein 36—45. — P. M. Sagit-tarii Splcndor familiae Schocnbergicae. Altenb. 1676. 4. 6 Bogen. —Diplomatar., die Herren v. Schönberg u. das Städtchen Wilsdorf betr.;in Schöttgcn's u. Krcysig's diplomat. u. curicus. Nachlese II. n. 3. 287

— 306. — v. Ncchtritz, Geschl. Erz. I. 56 u. f. Dessen diplomat. Nachr.

II. 139—42, die Linie Roth-Schönberg von 1664 — 1667. III. 200-214.

— König II. 833-1080. III. 200—214, betrifft allein die meißnischenLinien. — Weinart hat im II. Th. der Litt, der sächs. Gesch., S. 627—63 l, viele kleine Gelegmheitsschriften ans verschiedene Glieder dieser Fa-milie angeführt. — Ganhe I. 1566—1620. Dieses ist der stärkste unterallen Artikeln seines Adelslerikons. Er hat dabei nicht blos das Manu-skript von dem altmbnrg. Kanzler Joh. Dietrich v. S., das dieser überseine Familie ausgearbeitet hat, sondern auch viele andere Nachrichtenbenüzt. — Zedier, XXXV. 650—754, hat nachher diesen ganhe'schen Art.benüzt u. oft wörtlich nachgeschrieben. — Seifert'« hochadl- Ahnent. 34.sDer K. von Preußen hat 1826 der von dem Major v. S. anKindesstatt angenommenen Luise Di cdrich den Namen, Standund Wappen der v. schönberg'schen Familie beigelegt. sM. S.)Joh. Friedrich v. S. wurde am 6. Okt. 1741 vom sächs. NcichS-Vikariat in den ReichSgrasenstand erhoben. Engen Gustav v. S.erhielt am 19. Mai 1836 vom K. von Preußen die Erlanbniß,Namen und Wappen des 1828 erloschenen Geschlechts v. Bibranu. Modlau annehmen und sich Frhr. v. B. u. M. nennen zudürfen. Aus diesem Geschlechte sind drei Marschälle von Frank-reich hervorgegangen, nämlich Kaspar v. S. (gewöhnlich Schone-berg in Frankreich genannt und nicht zu verwechseln mit dem rhein.Geschlechte) ward Graf v. Nanteuil, gest. 1599; dessen SohnHeinrich v. S. , gest. 1632, und dessen Sohn Karl v. S. , Pairund Marschall, Herzog v. Hallvyn, gest. 1656. sv. Ledebur II.S. 336. III. 340.j Wappen: In G. ein Löwe, der oben roth, un-ten grün ist. sSicbmacher I. 152. 164. — v. Mcding II. n. 733,beschreibt das gräfliche Wappen. — v. Hefner, sächsischer Adel S. 46.T. 53 (nicht richtig). S. 16. T. 15; preuh. Adel S. 63. T. 81; Erg. Bd.S. 48. T. 30. — Sächs. Wppb. II. 30. - Frhrl. Taschmb. von >862.

— v. H.s Ich halte die S. dem Wappen nach für Bastarden derLandgrafen von Thüringen, sv. Hfr.)

IX. In Preußen.

sGauhe I. 1617. II. 1033. - v. H.s

X. st In Ratzeburg, wo sie auch ein Schloß u. Städtchengleichen Namens erbaut haben, das nach ihrem Abgange die Bi-schöfe zu Ratzcburg zu ihrer Residenz gebrauchten, welches schonin der Mitte des 17. Jahrhunderts geschah. (Pet. Bambrocii Hist.von Natzeburg II. 406.— Ganhe I. 1570. — Zedier XXXV. 659.— v .H .s

XI. In Schlesien, wo sie Edle Herren v. S. genanntwurden und ein Schloß u. Städtchen ihres Namens erbaut haben,welche beide im I. 1426 von den Husitcn zerstört wurden.

sLucä, schles. Chronik 934. - Sinap I. 834-36. — Gauhe I. 1620.

— v. H.s

2. st Schönbcrg (in Schw. drei s. Ordenskreuze), an der Eisetzu Schönbcrg oder Beaumont bei St. Vith und Prüm seß-haft. Joh. v. S. war 1581 —1599 Erzbischof und Kurfürst von