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Schaue — Schaum
geh. Rath Joh. Michael v. S. wurde 1751 mit v. Schauenfclsin den Freihcrrnstand erhoben. sR. T. A. R.s
f Ichaucil, scheinen Ministerialen der Grafen v. Reg ensteingewesen zu sein. Fridericus et Henricus fratrcs de Scowen,item Hcrwicus de Schouwe testes iu walkcurieder Briefen1200. Derselbe Herwicus de Scouwen und Bernardusde Schouwcn 1219. sUrk. B. f. Niedcrs. II. 42. 88 ff.'s
Schaliciitierg, f. Schaumbcrg; Schaumburg.
1. f Schauciilnirg. (Schild mehrmals gctheilt.) Das Stamm-Haus lag über dem Dorfe Brattclm im Baslischen. Hug undHcmmon v. S. 1262. Hannö v. S. uror Kathrein v- Eptingen1339, verkaufen 1355 S. an Graf Hermau v. Froburg.
(Wurstisen 3lst
2. Schiiiicnbiirg, Schawcnburg, ein rheinländisches, vondem im Jahre 1649 ausgestorbenen ganz verschiedenes Geschlecht,(v. Hattstein II. 396 u. f .js Hanns Reinhard und Kristof v. S.wurden am 31. Dez. 1659 in den Freiherrnstand erhoben. DasBergschloß Schauenburg unweit Gaisbach ist der Stammsiz derFamilie. Die ältesten Nachrichten hievon gehen bis 1196. Jutta,Tochter des Grafen v. Calw, Stiflerin des bei Schauenburgliegenden Klosters Allerheiligen, erbte 1148 die Verlassenschaftihres Vaters und brachte sie in erster Ehe dem Grafen v. Eber-stein zum Theil und in zweiter Ehe den Grafen v. Altdorfzum Theil zu. Die Herrschaft und Schloß Schauenburg fiel nachihrem Tode an Graf v. Eb erste in. Dessen Söhne theiltcu sich;Rudolf erhielt Schauenburg und ist der Stifter des Geschlechts.Frühzeitig, im 14. Jahrh., zweigte sich Lezteres in die v. S. undin die v. Winterbach. Lezter Zweig erlosch wieder 1523. MitFriedrich v. S., 1315, fängt die urkundlich belegte Abstammungan. Johann v. S. fiel 1386 bei Seinpach. Die Familie hatteviele kriegerische Streitigkeiten mit den Markgrafen von Badenbis 1479. Um 1579 theilte sich das Geschlecht in die elsasserund lurcmburger Linie. Aus Erstcrer erlangte Hauuibal alsöstcrr. General die gräfliche Würde, welche aber 1522 erlosch.Im Jahre 1647 stiftete Rudolf, dessen Vorfahr Landvogt in derOrten au war, die herlißheimer Linie; ein anderer pflanztesich iu Mähreu fort u. ein dritter Zweig blüht noch im Elsaß.Der luremburgcr Ast erwarb durch Verheurathuug beträchtlicheGüter, verlor solche aber am Schlüsse des 18. Jahrhundertswieder und kehrte nach Baden zurück, wo er noch blüht.
sCast, Adelsbuch v. Baden. — Frhrl. Taschenb. v. 1857. — Sieb-macher I. 135. — v. Hfl
Kchaiictisuß. Diese sind zu Wilden au in Steycrmark be-gütert. ^Schmutz III. 468. — v. H.^j
Ichiiiit»>im». Johannes de Scowenheim testiS in einemBrief des Klosters Walkenried 1225-
sllrk.Buch für Niedcrs. II. 197. f
1. Schauer. Diese besaßen Heggenberg in Steycrmark.
(Schmutz III. 468. — v. Hst
2. st Schauer z» Dettenhausen. Kristof S. zu M. in derbayer. Laudtafel 1499.
3. Ichauer ». Schrökcnseld. Der Obcrstwachtmeister n. Kom-mandant des böh m. Regieruugsdepartemcuts, N. N. S., wurde imJahre 1898 mit obigem Beinamen geadelt.
(M. v. M. 256. - v. Hfl
Schauerspach, Wolfgang, wurde 1623 geadelt. sR.T.A.R.^
ch Schaum, Schäumen, Scheumc, Patrizier zu Berlin,Frankfurt und Stettin, welche in der Mark Branden-burg und in Pommern mit Gütern angesessen waren, bereitsseit 1459 in Verbindung mit adlichen Familien stehen und einadlicheS Wappen führen, sv. Ledebur II. 353.j
Schauuibcrg, Schaueuberg, ein uraltes turnier-, ritter- undstiftsmäßiges, zum ehemaligen Neichöritterkanton Gebürg undRhön-Wcrra gehöriges Geschlecht, welches ehedem Schaum-berg und Nauenstein besaß, jezt aber Kleinziegeufeld undStrüssendorf besizt, und ans welchem 2 Kardinäle, 3 Reichs-Fürsteu, 5 Domdcchante und 19 Domherren auf den BiSthümernBamberg, Würz bürg und Eichstädt, wo sie mit dem Erb-Kämmercramt des leztgcdachteu BisthumS beliehen sind, erwähltworden und von welchem Rudolf v. S. schon am zweiten Turnierim Jahre 942 zu Rothenburg Autheil nehmen durfte. NachGottschalk, Ritterburgen VII. 359 u. f., soll das Geschlecht inalten Zeiten dem Dinastenstande angehört haben. Durch den Ver-lust der großen Besizungcn soll es in den Niedern Adel überge-gangen sein. Diese Ansicht wird sehr bestritten. Veit Ulrich v. S.hatte im Jahre 1566 seine altväterlichen Stammgüter TNindorfund Nügheim w. dem gesammten Gcschlechte v. S. als eineGanerbschaft überlassen, aber zu mehrerer Versicherung der Unvcr-äußcrlichkeit sie dem Hochstift Würz bürg zu Lehn aufgetragen,was dem Kaiser so wohl gefallen, daß er ihr das Prädikat einesBurggrafthums und dem jedesmaligen Vorstand derselben den Titeleines Burggrafen beilegte. ES hat sich dieses Geschlecht inFranken, Sachsen, in den Rhein landen und im Voigt-Lande sehr ausgebreitet und blühten 16 Hauptlinien zu gleicherZeit, wovon aber die mehrsten erloschen sind. Nur die von Karlzu Gercut abstammende Descendcnz, die sich durch seine beidenSöhne Georg und Michael wieder in zwei Theile theilte, ist inzwei Nebenlinien noch übrig. Des ältesten Sohneö, Georg's,Abkömmlinge siedelten sich in Bayern au n. bildeten zuTrcuen-stein eine eigene neue, Neuengcreut genannte Herrschaft. IhreNachkommen sind aber alldort theilS gegen das Ende des 17teuJahrhunderts ebenfalls erloschen, theils nach Franken wiederzurückgegangen und auch da mit Heinrich Gottfried, Abt des ad-lichen Benediktincrstifts zu Sieg bürg im Hcrzogthume Berg,im I. 1783 erloschen. Die Nachkommenschaft des Michael v. S. zuGereut hat zwei Stammväter zalreicher Nachkommenschaft. DerFreihcrrnstand ist in Bayern 1869 anerkannt worden.
(Taschenb. der frhrl. Häuser auf 1854 u. 1856. — Büsching's Erd-Bcschreibnng Itl. Th. 2. B. 1882; nach der 5. Auflage. — Struv, ncu-eröffn. Archiv 251. — Siebmachcr I. 199. n. 8. — Albtiii, Hist. derGr. vi Wcrthern 79. — v. Meding I. n. 727. II. u. 764. — CrusiiAnnal. Sucv. III. 238, der sie unter den halberstädt. Adel zält. —Schmutz III. 469. — Ganhe I. 1497, der den Jselin wörtlich ausge-schrieben. — Zedier XXXIV. 1925 u. f., welcher (wie so oft) dem Ganhenachgeschrieben. — Spcner, hist. insig». 537. — v. Hattstein II. 282--395; Suppl. I. 68. — Biedermann, Rhöu-Werra Tab. 156—69. —Daukwerth, schleswig-Holstein. Landesbcschr. 237. — Neues gcnealog.Handb. v- 1778. 1777—81. — v. Lang 519. — Gruner, Beschr. vonKobnrg II. 99 u. 91. — Hartmann'S Sammlung. — Gründlichere u.vollständigere Nachrichten, als in den eben angeführten Werken undSchriften zu finden sind, besizt der Hr. Baron Gudcnus zu Thannhausen.— v. Ledebur II. 353. — v. Hcfncr, bayer. Adel S. 55. T. 53. S. 199.T. 133; preuß. Adel S. 62. T. 89; Erg.Bd. S. 18; Hess. Adel S. 24.T. 27. — v. H.j
Schauiiii'crgcr. Der innerösterr. Geh. Sekretär Amand Fer-dinand S. wurde im I. 1728 geadelt.
(M. v. M., Erg. 435. — v. H.j